Rhein-Pfalz Kreis Mit neuester Technik gegen hohen Stromverbrauch

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Maxdorf. Fotovoltaikanlagen, gasbetriebene Fahrzeuge, eine Wärmepumpe, das Blockheizkraftwerk und der E-Saver: Ein ganzes Paket von Projekten zur Energie-Einsparung ist am Samstag im Wasserwerk Maxdorf vorgestellt worden. Der Betreiber, die Friedelsheimer Gruppe, hat im Rahmen der landesweiten Aktionswoche „Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie“ ihren Beitrag zum Energiesparen präsentiert.

Die Friedelsheimer Gruppe ist ein Zweckverband für die Wasserversorgung mehrerer Verbandsgemeinden, der die Wasserwerke in Maxdorf, Hochdorf und Wachenheim betreibt. Der E-Saver ist in Maxdorf erst seit vier Wochen in Betrieb. Ein unspektakulärer grauer Schrank an der Wand mit ein paar Knöpfen und einem digitalen Display. Der Trafo soll zehn bis 25 Prozent Strom einsparen. Dazu nutzt er eine Regelung, die dafür sorgt, dass bei verschiedenen Spannungen die Geräte betriebsbereit bleiben. Der Strom kommt mit einer Norm-Spannung von 400 Volt an, die Stromabnehmer müssen eine Toleranz von zehn Prozent aufweisen. Somit funktionieren sie auch noch bei 360 Volt. Das macht sich das Gerät zunutze und senkt die Spannung auf 365 Volt. Somit wird weniger Strom benötigt, die überschüssige Spannung kann gespeichert werden. Der Vertriebspartner des E-Savers, die Firma Exoy aus Mannheim, betreut das Wasserwerk. Vertreter der Firma erklären den Besuchern am Aktionstag, wie das Gerät genau funktioniert. Maxdorf ist die erste Gemeinde, die mit dieser energiesparenden Technik arbeitet. Die Wärmepumpe im Wasserwerk ist ein weiterer Bestandteil des Energiespar-Projekts, sie wurde im Juni 2013 installiert. Raum und Rohwasser stellt das Wasserwerk, die Pumpe betreibt die Friedelsheimer Gruppe. Die Pumpe entzieht dem 16 Grad warmen Wasser zwei Grad, erwärmt im Wärmetauscher damit ein Kältemittel. Das kondensiert und gibt die Energie ab. Der Wärmetauscher speist die Energie in die Wärmepumpe. Die Wasserleitung geht direkt ins Kreishallenbad Maxdorf-Lambsheim und heizt dort das Wasser. „Von der Funktionsweise her ist es wie ein kleines Geothermie-Kraftwerk, es wird die Energie genutzt, die da ist“, erklärt Werkleiter Wilfried Weber. „Es sind viele kleine Maßnahmen, die zum großen Ziel der Energieeinsparung führen“, sagt Stefan Veth, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim und Verbandsvorsitzender der Friedelsheimer Gruppe. In der Aktionswoche „Ein Land voller Energie“ können Kommunen und Unternehmen ihre Projekte aus den Themengebieten erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiesparen der Öffentlichkeit vorstellen. Der Tag im Wasserwerk war eine von über 120 Veranstaltungen, die vom 11. bis 19. September an vielen Orten in Rheinland-Pfalz stattfinden. (mja)

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