Rhein-Pfalz Kreis Mehr Platz für Trauernde

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Dannstadt-Schauernheim. Für Bestattungen mit großem Zulauf ist die Trauerhalle auf dem Friedhof im Ortsteil Schauernheim zu klein. Deshalb soll sie erweitert werden. Das Thema beschäftigt den Gemeinderat bereits seit fünf Jahren. Nun hat das Gremium dem überarbeiteten Entwurfsplan zugestimmt.

Das Grundkonzept hat der Architekt Stefan Böse entwickelt, der zunächst mit dem Projekt betraut wurde. Es sieht vor, die Fassade zu versetzen und das Gebäude so zu vergrößern. Auf diese Weise soll die Anzahl der Sitzplätze von 21 auf 58 steigen. Damit Besucher, die bei Bestattungen mit einer großen Trauergemeinde dennoch im Freien warten müssen, nicht wie bisher Wind und Wetter ausgesetzt sind, soll außerdem der Vorplatz überdacht werden. Den entsprechenden Plan hat Böse unter anderem bei einer Einwohnerversammlung im Dezember 2013 vorgestellt. Das in dem Entwurf vorgesehene zehn mal zehn Meter große Glasdach sollte in Form eines zweiteiligen Satteldachs ausgeführt und durch das Innere der zwei Stützsäulen entwässert werden. Darin hatte jedoch vor allem die CDU-Fraktion im Ortsgemeinderat eine Schwachstelle gesehen. Sie plädierte für eine äußere Entwässerung. Darüber hinaus sollte auf der Westseite ein Wetterschutz errichtet werden. In der Zwischenzeit beendete die Kommune den Vertrag mit Böse und beauftragte den Architekten Michael Klee mit der Überarbeitung des Entwurfs. Das Ergebnis stellte dieser in der jüngsten Ratssitzung vor. Am Konzept seines Vorgängers habe er nichts Wesentliches geändert, sondern in erster Linie die beiden Wünsche der Politiker eingearbeitet. Demnach wird der Vorplatz mit einem normalen Satteldach überdacht, das an beiden Seiten über Traufen samt Fallrohr entwässert wird. Als Material kommt halbtransparentes Glas zum Einsatz. An der Westseite werden als Wetterschutz Glaswände aufgestellt, die oben durchlässig genug sind, damit sich im Sommer nicht die Hitze staut, wie Klee erläuterte. Uwe Schölles (SPD) wollte wissen, wie die 52 Zentimeter große Lücke zwischen Trauerhalle und Vordach geschlossen wird. „Dazu lassen wir die Abdeckung mit einer Aluminiumblechkonstruktion einfach stehen, die bei der ebenfalls geplanten Dachsanierung aufgebaut wird“, antwortete Klee. Auf diese Weise entstehe auch ein optischer Kontrast zwischen der Halle und dem Vordach, erklärte der Architekt. Im Doppelhaushalt 2014 und 2015 waren für den Ausbau der Trauerhalle 265.000 Euro bereitgestellt worden. Wie viel das Vorhaben tatsächlich kosten wird, hängt vom Ergebnis der Ausschreibung ab, die jetzt starten kann. Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU) darf die Arbeiten dann laut dem Ratsbeschluss an den günstigsten Bieter vergeben.

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