Rhein-Pfalz Kreis Mehr als zwei Jahre Haft für Einbrecher

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Speyer/Maxdorf/Schifferstadt. Sechs Einbrüche in Tateinheit mit viermaliger Sachbeschädigung – so hat gestern die Anklage gegen einen 28-jährigen Mannheimer am Schöffengericht des Speyerer Amtsgerichts gelautet. Er muss zwei Jahre und zwei Monate in Haft.

Zwischen dem 17. August und dem 20. Dezember 2013 soll der Angeklagte in fünf Kindertagesstätten und eine Caritas-Einrichtung eingestiegen sein und unter anderem Geld und Laptops gestohlen haben. Dabei sei einiges kaputtgegangen, weshalb der Mann sich auch wegen Sachbeschädigung verantworten musste. Der Diebeszug habe am 17. August in der Caritas-Einrichtung im südhessischen Viernheim begonnen. Der Anklage zufolge ist der Mann in der Nacht durch ein Fenster eingestiegen, hat alles durchsucht und neben Geld mehrere Mobiltelefone mitgenommen. Dieses Schema soll er noch fünf weitere Male angewandt haben – zweimal mit seinem damaligen Mitbewohner in Weinheim. Dabei seien immer Kindertagesstätten zum Ziel der beiden Einbrecher geworden – in Maxdorf, Fußgönheim, Ellerstadt, Oftersheim und Schifferstadt. Der Einbruch dort in St. Jakobus, bei dem ein Laptop, Briefmarken und Bargeld wegkamen, war auch der Grund für die Zuordnung des Verfahrens zum Speyerer Gericht. Insgesamt soll der 28-Jährige mehrmals über 1000 Euro, aber auch Handys, Fahrzeugschlüssel sowie Quittungen gestohlen haben. Bei vier Diebeszügen seien Schranktüren, Tresore und Fenster zerstört worden. Während der Verhandlung gestand der Angeklagte seine Taten und führte als Grund seine Drogensucht an. Bereits vor ein paar Jahren habe er angefangen, unter anderem Amphetamine zu nehmen. Grund dafür sei mitunter seine schwere Kindheit gewesen. „Mit drei bin ich in ein Heim gekommen und nach weiteren vier Jahren in eine Pflegefamilie“, erzählte er gestern. Aufgrund von Misshandlungen gegen ihn sei er zwei Jahren später einer anderen Familie zugewiesen worden. Mit 16 Jahren sei er in betreutes Wohnen gezogen. Seither wurde er mehrmals wegen Diebstählen und Betrugs verurteilt. Viermal saß er bereits in Haft, aktuell ist er in Frankenthal inhaftiert. Seit er Drogen nehme, habe er Diebstähle begangen, um seine Sucht zu finanzieren. Wegen seiner Vorstrafen, des Werts der Beute und der Höhe der Sachbeschädigungen forderte die Staatsanwaltschaft zwei Jahre und neun Monate Haft. Der Antrag der Verteidigung in Anbetracht noch zu erwartender Strafen lautete ein Jahr und neun Monate. Mit dem Urteil von zwei Jahren und zwei Monaten soll die Zeit bis zum Drogenentzug, den der Mann in Freiheit anstrebe, so gering wie möglich gehalten werden, erklärte das Gericht. (skä)

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