Meinung
Mediation hat nicht viel genützt
Im Spätsommer 2022 hat die Stadt Worms bei der Oberen Landesbehörde SGD beantragt, der Gemeinde Bobenheim-Roxheim zwei Grundstücke wegzunehmen, die für den Betrieb des Wormser Flugplatzes benötigt werden. Damit reagierte die Stadt darauf, dass die Nachbargemeinde keinen neuen Pachtvertrag schließen wollte, weil ihr die Zugeständnisse für mehr Lärmschutz zu gering erschienen. Beide Kommunen wollten sich gegenseitig zu Kompromissen zwingen. Das hat nicht geklappt.
Ein Jahr und etliche Mediationsgespräche später hat sich nichts zum Guten bewegt, haben sich die Fronten nur verhärtet. Die Folge: Bewohner des Ortsteils Bobenheim leiden weiter unter Motorenlärm und das, was sich der Betreiber für die Zukunft seines Flugplatzes vorgestellt hat, ist gefährdet. Das Verkehrsministerium ist mit seinem Latein am Ende und empfiehlt gebetsmühlenartig die Einrichtung eines Lärmbeirats – der aber nicht kommen wird und kommen kann, wenn beide Seiten derart auf stur geschaltet haben. Und weil, zumindest für die Bobenheim-Roxheimer Interessenvertreter, Zweifel bleiben, ob das Land und seine Luftverkehrsbehörde wirklich so wenig tun können, wie sie sagen, um das Problem der hoch frequentierten Platzrunde über dem Ort zu entschärfen. Deshalb sieht derzeit alles nach einem wohl Jahre dauernden Rechtsstreit um die beiden Grundstücke aus.
