Rhein-Pfalz Kreis Mal übers Wasser rollen

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Mutterstadt. Riesenbälle, Boote und Joggen im Wasser – beim Sommerfest im Kreisbad Aquabella ist am Samstag einiges geboten worden. Das Wasser war voller großer und kleiner Badegäste und das Angebot kam gut an. Es soll eventuell in anderen Bädern des Kreises wiederholt werden.

„Wir geben unser Bestes“, sagt eine Teilnehmerin des Aquajogging-Schnupperkurses zu Mira Höfli, die Übungen auf dem Trockenen vorführt. Ihre Schüler müssen im Becken mitmachen. Die Fachübungsleiterin Prävention demonstriert den schnellen Wechsel von der Bauch- zur Rückenlage, Fahrradfahren und angedeutete Seilsprünge. „Das Radfahren gehört zum Cool-Down-Bereich. Das heißt, man entspannt aktiv am Ende der Stunde“, erklärt sie. Mit Aquahanteln, die zwar nicht schwer sind, dafür aber Widerstand gegen den Wasserdruck bieten, lassen sich prima die Arme trainieren. Und der Rücken wird außerdem fit. Damit es einfacher wird, die Nase über Wasser zu halten, tragen die Teilnehmer einen Gürtel, der ihnen Auftrieb gibt. Schrittfolgen halten die Aquajogger auf Trab. „Aquajogging gehört zur Prävention und wird von einigen Krankenkassen bezuschusst“, sagt Badleiterin Kirsten Müller-Rosinski. Sie beobachtet, dass der Sport, gut angenommen wird. „Gäste machen einen Kurs und üben danach von sich aus weiter.“ Ein Heidenspaß nicht nur für Kinder sind die verschieden großen Aquaballs: ein durchsichtiger Ballon, in den man hineinsteigt und der dann mit Luft aufgefüllt wird. Wie eine übergroße Seifenblase sieht das aus. Damit könnte man wie Jesus übers Wasser laufen, bei den meisten sieht es allerdings eher wie Herumkullern aus. Spaß macht es trotzdem, „allerdings dürfen die Schwimmer nur fünf Minuten im Ball bleiben – sonst geht ihnen die Luft aus“, erklärt Laura Fauß, die die Referatsleitung Kreisbäder innehat. Deshalb läuft zur Sicherheit immer jemand vom Schwimmbad-Personal mit und hält die Teilnehmer an der Leine. Wie Autoscooter im Wasser muten die Bumper Boats an. Die kleinen Boote werden elektrisch betrieben und sind mit einer aufblasbaren Außenhülle umgeben, die Stöße abfedert. Kindgerecht gestaltet sehen viele der Boote wie niedliche Schildkröten aus. Kein Wunder, dass vor jeder Bumper-Boats-Aktion Kinder und Jugendliche Schlange stehen. Ein paar Mutige sind trotz des schlechten Wetters im Außenbereich, das Hallenbad ist voll mit kleinen und großen Schwimmern. „Wir wären zwar gern draußen gewesen, weil es dort mehr Platz gibt, aber so ist es auch gut“, meint Fauß. Sie freut sich über das neue Elektroauto, das die vier Kreisbäder des Kreises am Samstag erhalten. Es soll dem Hausmeister das Pendeln zwischen den Schwimmstätten erleichtern. |udn

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