Fussgönheim Mängel auf frisch gemachter Straße

Die abgebrochene Kante am Rinnsteinpflaster zeigt, dass die Asphaltschicht zu niedrig liegt.
Die abgebrochene Kante am Rinnsteinpflaster zeigt, dass die Asphaltschicht zu niedrig liegt.

Die Jakobstraße sieht fertig aus – aber die Gemeinde ist nicht zufrieden. Beim Ortstermin hat Matthias Heß, Leiter des Tiefbauamts, Mängel aufgezeigt.

„Eigentlich hat alles gut geklappt, und die Zusammenarbeit war sehr gut“, sagte Heß den Mitgliedern des Bauausschusses bei der Begehung der Straße. Die Deckschicht auf der Fahrbahn habe eine andere Baukolonne derselben Firma gemacht. Die anderen Gewerke habe die Gemeinde abgenommen. Zu den Mängeln der Deckschicht gebe es Klärungsbedarf.

Heß erklärte die Anforderungen an das Straßenprofil. Es sei wichtig, dass der Rand der Deckschicht durchgängig mindestens fünf Millimeter höher verlaufe als der gepflasterte Rinnstein. Die Deckschicht soll ein Gefälle haben, damit Regenwasser gut ablaufen könne. Das sei in der Jakobstraße aber nicht überall gegeben. Heß zeigte den Ausschussmitgliedern mehrere Indizien, die darauf hindeuten.

Deutlichster Hinweis sind abgebrochene Kanten der Pflastersteine, die an den Asphalt stoßen. „Das ist beim abschließenden Verdichten der Decke passiert. Es zeigt, dass die Kanten der Steine höher als der Asphalt waren und von den Maschinen beschädigt wurden. Würde die Deckschicht, wie erforderlich, höher als die Steine liegen, hätte das nicht passieren können“, erklärte Heß. Er zeigte auch auf, wo das nötige Gefälle im Straßenprofil nicht gegeben sei. Weiter gebe es Stellen, bei denen Rinnstein und Gehsteigkante nicht sachgerecht ausgeführt seien.

„Auf den ersten Blick sind das Kleinigkeiten“, sagte Bürgermeister Jochen Schubert (FWG), „aber die können sich langfristig auf die Haltbarkeit auswirken.“ Fehlendes Gefälle oder Senken führen zu Pfützen und Ansammlungen von Straßendreck. Eindringendes Wasser könne zu Frostaufbrüchen führen. „Einige Mängel am Pflaster wurden behoben, für die Straßendecke müssen wir noch eine Lösung finden“, sagte Schubert.

Die große Lösung wäre ein Abfräsen der Deckschicht und Aufbringen einer neuen Schicht, die kleine Lösung wäre, die Mängel einzeln zu beheben – was die neue Straße zu einem „Flickenteppich“ machen würde. Bürgermeister Schubert erklärte, die Gemeinde werde mit der ausführenden Firma verhandeln und dann mögliche Lösungen im Ausschuss zur Diskussion stellen.

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