Rhein-Pfalz Kreis Liebig-Realschule: SPD: Kein einseitiges Entgegenkommen

Lambsheim/Ludwigshafen. Die SPD-Fraktion im Rat der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim widerspricht Aussagen, die am Montag in der Kreistagssitzung des Rhein-Pfalz-Kreises beim Thema Justus-von-Liebig-Realschule plus gefallen sind.
Die Grünen und Landrat Clemens Körner (CDU) hatten mehr oder weniger direkt gefordert, dass sich Orts- und Verbandsgemeinde dafür erkenntlich zeigen, dass sie das Lambsheimer Gebäude komplett für eigene Zwecke nutzen können, wenn die Realschule nur noch in Maxdorf ansässig ist (wir berichteten am Dienstag). Es sei der ausdrückliche Wunsch des Rhein-Pfalz-Kreises und nicht der Verbands- oder Ortsgemeinde Lambsheim gewesen, den zweiten Standort der Schule in Lambsheim aufzugeben und in Maxdorf den Schulstandort zu erweitern, schreibt Angela Haller im Namen der SPD-Fraktion. Die Aufgabe des Realschulstandorts Lambsheim sei schließlich eine Abwertung der Verbandsgemeinde als Schulstandort. Die Nutzung der frei werdenden Gebäude als Kindertagesstätte und für die Lambsheimer Grundschule geht laut Haller auf einen Vorschlag der Kreisverwaltung in Ludwigshafen zurück und bringe auch dem Kreis Vorteile. „Denn eine finanzielle Förderung des Einheitsstandorts der Realschule plus in Maxdorf wäre sicherlich aussichtslos, wenn die frei werdenden Gebäude in Lambsheim nicht einer Folgenutzung zugeführt werden könnten.“ Die getroffene Vereinbarung jetzt als einseitiges Entgegenkommen des Rhein-Pfalz-Kreises darzustellen, entbehrt deshalb nach Ansicht der Lambsheimer SPD-Fraktion jeder Grundlage und „stellt die bisherige gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit infrage“. |rhp/ww