Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Letzte Ratssitzung 2019 in Mutterstadt: Viel Geld ausgegeben

In der letzten Sitzung des Jahres hat der Mutterstadter Gemeinderat seine Schatulle geöffnet – und viele Aufträge vergeben. Dami
In der letzten Sitzung des Jahres hat der Mutterstadter Gemeinderat seine Schatulle geöffnet – und viele Aufträge vergeben. Damit es im Ort vorangeht. Foto: imago

Zwei Wochen vor Heiligabend öffnet Mutterstadt seine Schatulle. In der letzten Sitzung des Jahres hat der Gemeinderat hauptsächlich Aufträge vergeben – für den Bauhof, den Kindercampus und den eigenen Fuhrpark.

Weihnachten ist das Fest des Gebens – und Mutterstadt tut sein Bestes, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Freuen können sich verschiedene Handwerksbetriebe, IT-Dienstleister und Autohäuser. An sie hat die Gemeinde verschiedene Aufträge vergeben, damit es bei den großen Projekten im Ort vorangehen kann. Die Arbeiten sind nötig, diskutiert werden musste nicht, die Beschlüsse fielen allesamt einstimmig. „Das lief doch glatt“, sagte Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) nach der letzten Ratssitzung des Jahres und war sichtlich zufrieden.

Neuer Bauhof

Im Herbst 2020 soll der neue Bauhof im Gewerbegebiet in Betrieb gehen. Der jetzige neben der Pestalozzischule müsste im großen Stil saniert werden – und der Standort ist ohnehin nicht optimal. Nun hat der Gemeinderat verschiedene Gewerke vergeben. Die Heizungsbauarbeiten wird die Firma Erwin Wegener aus Westhofen für gut 221.000 Euro übernehmen. Die Kostenschätzung des Planungsbüros lag knapp 30.000 Euro darüber. Ebenfalls günstiger als angenommen werden die Sanitärarbeiten, allerdings nur etwa 8000 Euro. Den Zuschlag bekam das Unternehmen Wega GmbH aus Ludwigshafen für rund 198.000 Euro. Die Elektroarbeiten wird die Firma Simon Elektrotechnik aus Etschberg ausführen. Mit etwa 152.500 Euro liegen die Kosten 300 Euro unter der Planung. „Das war fast eine Punktlandung“, sagte Bürgermeister Schneider. Auch bei der Software wird der neue Bauhof gut ausgestattet sein. Das entsprechende Programm kostet gut 22.000 Euro, die Wartung liegt jedes Jahr bei knapp 3300 Euro.

Kindercampus

Eng verbunden mit dem neuen Bauhof ist das Projekt Kindercampus. Der soll nämlich auf dem jetzigen Areal des Bauhofs und dem Gelände der Pestalozzischule entstehen und neben der Grundschule mit weiteren Klassenzimmern eine neue Kindertagesstätte mit sieben Gruppen beheimaten. Um Ideen zu sammeln, hat die Gemeinde einen Architektenwettbewerb veranstaltet, den das Büro bwb backeweberbleye architekten gewonnen hat. In den folgenden Verhandlungen äußerten die Architekten ihr Interesse, die Ideen auch umzusetzen und gaben ein Angebot ab. Der vorläufige Gesamtauftragswert liegt bei knapp 590.000 Euro. Nun muss noch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion zustimmen.

Neue Säle und eine neue Kita sind das Eine. Aber auch an der Pestalozzischule muss etwas getan werden – sie muss generalsaniert werden. Im ersten Schritt sollen die alten Fenster durch dreifach-isolierverglaste Aluminiumfenster ausgetauscht werden. Zudem werden Raffstores, die elektrisch gesteuert und über eine Wetterstation bei Wind und Sonne automatisch auf- und abgesenkt werden, installiert. Den Auftrag hierfür hat die Firma Metallbau Petra aus Klein-Winternheim für rund 261.000 Euro erhalten.

Fuhrpark

Der Schlepper war 19 Jahre alt und ist kaputt gegangen. Der Holder, ebenfalls eine Art Traktor, ist 33 Jahre alt und unwirtschaftlich. Mutterstadt ist dabei, seinen Fuhrpark zu erneuern. Nun kommen zwei Vehikel von John Deere in den Bestand, für 83.000 und 46.000 Euro. Darüber hinaus kauft die Gemeinde einen Ford Transit für gut 13.600 Euro. Zudem hat sie einen alten Lkw für 13.000 Euro verkauft. Der Restbuchwert des Fahrzeugs, also der Anschaffungswert abzüglich der Abschreibungen, lag noch bei einem Euro. Die Gemeinde hat also nicht nur Geld ausgegeben – sondern auch ein bisschen was eingenommen.

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