Mutterstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Lesung für Kinder kommt gut an

Die Kinder lauschen aufmerksam Birgit Bauers Geschichte vom Einhorn Kurt.
Die Kinder lauschen aufmerksam Birgit Bauers Geschichte vom Einhorn Kurt.

Dass eine Geschichte über ein Einhorn Mädchen wie Jungen begeistern kann, hat Leiterin Birgit Bauer bei einer Vorlesestunde in der Mutterstadter Gemeindebücherei gezeigt. Die Kinder hatten viel zu lachen. Und welches Einhorn heißt schon Kurt?

Eigentlich will Einhorn Kurt nur in Ruhe seine geliebten Frühstücks-Sumpfdotterblumen verspeisen, wäre da nicht Trill, ein Vogel, gewesen. Der sucht nämlich dringend ein Einhorn für die mutige Rettung einer Prinzessin in Gefangenschaft. „Ich brauche dich ganz dringend“, sagt Trill zu Kurt, der mürrisch die Nase rümpft. Doch Trill lässt nicht locker: „Was bist du für ein Einhorn, dass kein Mitleid mit einer gefangenen Prinzessin hat?“ Und tatsächlich macht sich Kurt mit Trill auf den Weg.

„Kurt hat Mitgefühl“, meint die Mutterstadter Bücherei-Leiterin Birgit Bauer bei der Lesung, auch die Kinder haben das Einhorn durchschaut: „Er will es nur nicht zeigen“, sagt ein Junge. Dass Kurt auf dem Weg zur Prinzessin noch einiges erlebt, erfahren die Kinder in der anschaulich und lebendig erzählten Geschichte. Einhorn Kurt überwindet sogar seine Angst vor Wasser und befreit mit seinem Horn einen Goldfisch aus einer Zwangslage. Dieser Goldfisch mit Ninja-Maske wird später mit seinen Gefährten dem Einhorn zu Hilfe kommen.

Mit Klischees brechen

Dass die Prinzessin in Wahrheit eine sehr kämpferische, mutige und selbstbewusste Person ist, die dem Prinzen jede Menge Geschirr um die Ohren wirft, bringt die Kinder natürlich zum Lachen und sicher auch zum Nachdenken: „Die Prinzessin ist nicht wie in anderen Geschichten nur diejenige, die vom Einhorn gerettet wird. In diesem Buch ist sie auch die Mutige, die wiederum Einhorn Kurt hilft, mutiger zu werden“, erklärt Bauer und ergänzt: „Das Buch spricht dadurch nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen an.“ So wurde sie auf die Geschichte, die mit Klischees bricht, aufmerksam und kam auf die Idee, sie in der Reihe „Vorsicht, Bücherfresser“ den Kindern vorzulesen.

„Was glaubt ihr, wird die Prinzessin gerettet? Ich verrate es nicht, aber die Aussichten sind gut“, regt Bauer die Zuhörer an, selbst einmal in der Geschichte zu schmökern. Doch zuvor können die Jungen und Mädchen aus verschiedenen Papiervorlagen das Einhorn, das ihnen am besten gefällt, aussuchen und ausschneiden. Bemalt und verziert mit Glitzersteinchen präsentieren die Kinder am Schluss stolz ihr Einhorn.

Für alle Altersklassen etwas dabei

Damit es auch in Corona-Zeiten Angebote für Kinder geben kann, bietet die Gemeindebibliothek Mutterstadt nicht wie sonst einmal im Monat eine Veranstaltung für größere Gruppen an, sondern jede Woche und dafür mit begrenzter Teilnehmerzahl – ein Konzept, das erfolgreich ist, wie Leiterin Birgit Bauer berichtet. So waren die acht Plätze für die Lesung des Buchs „Kurt – wer möchte schon ein Einhorn sein?“ am Donnerstag schnell belegt, und auch die zweite Lesung am Donnerstag, 17. Februar, ist schon ausgebucht.

Angeboten werden Veranstaltungen schon für Kinder ab zwei Jahren unter dem Titel „Bücherminis“, die Reihe „Vorsicht Bücherfresser“ ist ab fünf Jahren, die „Manga-Offensive“ für größere Kinder und Jugendliche von zehn bis 16 Jahren. Wer Interesse hat, kann sich auf der Webseite der Gemeindebibliothek über die Angebote informieren.

Kontakt

Gemeindebibliothek, Ludwigshafener Straße 3, Mutterstadt, Telefon 06234 949634, E-Mail: gemeindebibliothek@mutterstadt.de, Internet: www.gemeindebibliothek-mutterstadt.de

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