Rhein-Pfalz Kreis Leserbriefe:

Eine maßvolle, in das Wohngebiet passende und mit der Natur in Einklang stehende Erneuerung sieht anders aus. Die Baumaßnahmen der BASF sehen aktuell Folgendes vor: Drei komplette Wohnblöcke sollen neu gebaut werden. Die Bestandsbauten sollen auf drei Stockwerke erhöht und teilweise durch vierstöckige Anbauten erweitert werden. Zwei Tiefgaragen für über 200 Fahrzeuge mit den jeweiligen Ein- und Ausfahrten sollen direkt am Kindergarten neu gebaut werden. Diverse Rigolen sollen integriert werden. Es stellte sich schon bei der Ortsbegehung von Vertretern der Bürgerinitiative mit den Vertretern der Fraktionen des Gemeinderats heraus, das dies wohl kaum in Einklang mit der Natur geschehen kann. Eine Planung, wie die extreme Erhöhung des ruhenden und des Fließverkehrs bewältigt werden soll, liegt nicht vor. Das von der Bürgerinitiative geforderte Verkehrsgutachten wurde in der Ferienzeit, in einer Zeit mit deutlich weniger Pendlerverkehr, durchgeführt. Der Artikel „Neun Stopps und kühle Gedanken an heißer Luft“ ist ein ärgerliches Beispiel für Journalismus in Art einer Hofberichterstattung. Besonders die Ausführungen unter achter Stopp Jugenddorf. (...) Fakt ist: Die Wohnblöcke sollen alle um zwei Vollgeschosse mit Flachdach erhöht werden. Ein Block soll abgerissen werden, dafür aber vier neue errichtet werden. Von diesen vieren sollen zwei als viertes Geschoss ein Staffelgeschoss bekommen. Außerdem sind zwei große Tiefgaragen geplant. Darauf können die bestehenden Bäume kaum erhalten bleiben. Die neuen und die renovierten Wohnungen werden laut Aussage der BASF alle verkauft. Es kann also keine Rede davon sein, dass bezahlbarer Wohnraum für Singles und ältere Menschen erhalten bleibt. (...) Und wenn Be- und Anwohner für Jahre im Lärm und Dreck der Bauarbeiten versinken, kann sich der Bürgermeister in seinem uneinsehbaren Garten entspannt zurücklehnen. Bis dahin ist er in Rente und politisch nicht mehr verantwortlich. (...) Zum achten Stopp am Jugenddorf Limburgerhof: Die „BASF Wohnen und Bauen“ will das Gelände umgestalten. Laut Zeitungsbericht: „Die Wohnblöcke sollen modernisiert, mit einem Außenfahrtstuhl ausgestattet und um ein Staffelgeschoss erweitert werden. Etwa 150 Wohnungen sollen insgesamt entstehen.“ Es ist geplant, dass der Parkcharakter weitestgehend erhalten bleibt, sagt Dr. Kern. Es wird mir ein Rätsel bleiben, wie man glauben kann, dass bei einer Erhöhung der Wohneinheiten des Jugenddorfs von 60 auf 150, also fast auf das Dreifache, der Parkcharakter dieses Wohngebietes erhalten werden kann. (...) Wie will man da den alten Baumbestand erhalten, wenn allein vier neue Wohnblocks und zwei Tiefgaragen errichtet werden sollen? Muss die Gemeinde Limburgerhof diesem Vorhaben der „BASF Wohnen und Bauen“ zustimmen? Hat sich Limburgerhof nicht bisher stolz die „Gemeinde im Grünen“ genannt? (...) Anmerkung der Redaktion: Weil verschiede Angaben zu den Jugenddorf-Plänen kursieren, hat die Verwaltung Limburgerhof auf Anfrage einige Fakten zusammengestellt. Derzeit gibt es neun Gebäude. Eines davon soll abgerissen, vier neue sollen gebaut werden. Macht zwölf Häuser. Bei den acht alten Häusern soll der Dachboden ausgebaut werden, sie werden ein Flachdach erhalten. Die jetzige Firsthöhe von circa elf Metern werde nicht überschritten. Ausnahme: Vier der alten Häuser erhalten einen Anbau. Drei davon stehen in der neuen Mitte des Platzes. Ihr Anbau wird viergeschossig. Höhe: maximal vierzehn Meter. Die Einfamilienhäuser am Rand des Areals sind davon nicht tangiert. Der vierte Anbau wird bei elf Metern bleiben. Von den vier neuen Häusern werden zwei dreigeschossig und zwei dreigeschossig mit Staffelgeschoss. Höhen: 9, 5 und 12, 5 Meter. Auf Empfehlung des Bauausschusses sei hier schon von elf und 14 Metern reduziert worden. Die durch den Tiefgaragenbau wegfallende Bepflanzung soll ersetzt werden. Noch ist aber alles in der Entwurfsplanung. Im nächsten Schritt werden alle Einwände abgewogen, danach der Bebauungsplanentwurf noch mal offengelegt.