Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Land und Leute: Die Wochenendkolumne für den Rhein-Pfalz-Kreis

yoga5

Corona hat den Kreis im Griff. Uns auch. Und das Leben ist wahrlich nicht immer einfach. Aber: Wir machen das Beste draus.

Corona I: Einatmen

Wir können heute nicht viel zu unserer Wochenendkolumne beitragen. Wir sind im Stress. Sorry, aber wir sind doppelbelastet. Wir arbeiten nämlich nicht im Homeoffice, wollen aber trotzdem alle guten Tipps beherzigen, die da derzeit gemailt, gepostet, gesmst, gewhatsappt oder per Videobotschaft gesandt werden. Wir wollen gut durch die Corona-Krise kommen. Auch wenn wir nicht daheim arbeiten. Also muss das Büro herhalten, während andere ihr Zuhause zum Schönheitssalon, zum Restaurant und zum Fitnessstudio umfunktionieren. Zeitung machen und Fingernägel lackieren – das ist schon mal doof. Dabei soll man sich auch in Corona-Zeiten nicht gehen lassen und auf sein Äußeres achten. Aber jetzt ist die Tastatur verschmiert. Mal sehen, vielleicht geht das Zeug mit Desinfektionsmittel ab. Puh, das riecht. Das Raumklima wird so nicht besser. Nagellackschwaden. Desinfektionsmittelwolke. Zitrone, Zwiebel, Lavendel. Das strengt den Geruchssinn ganz schön an. Falls er demnächst wegbleiben sollte, dann vermutlich, weil er streikt. Nicht wegen Corona. Irgendwo hier unter Blöcken und Zeitungen müssten doch die Schutzmasken liegen ... Dabei sollen wir doch atmen. Einatmen. Zitronenduft soll gegen Depressionen helfen. Lavendel beruhigen. Und Zwiebeln reinigen, sie sind quasi antibakteriell. Oder antiviral? Was auch immer. Und die ganzen Rezepte erst! Für Candlelight-Dinner und Superfood. Und das mit einer Mikrowelle. Mehr gibt es nicht in der Redaktionsküche. Wir sind im Stress. Wir versuchen es jetzt mal mit Yoga. Zum Runterkommen. Lotussitz und Baum. Für ein entspanntes Osterfest. Zeitung machen ist eh nicht so einfach, während die Handcreme einzieht und der Nagellack trocknet.

Corona II: Aufatmen

Na, sind Sie versorgt? Verena Hüther aus Mutterstadt schon. Sie hat eine Packung Klopapier ergattert. Bei dem ganzen Getue um das weiße Gold, kam ihr ein Lied aus alten Zeltlagerzeiten in den Sinn, sie hat es mit ihrer Familie umgedichtet – und einen echten Corona-Ohrwurm produziert. Viel Spaß beim Nachsingen!

„Kamen zwei Gestalten, die auch Abstand halten – und sie suchten Klopapier, Klopapier!

Und dann kam die Dritte, gar nicht in die Mitte – und sie suchten Klopapier, Klopapier!

Und dann kam die Vierte, die sich auch nicht zierte – und sie suchten Klopapier, Klopapier!

Und dann kam die Fünfte, die ein bisschen schimpfte – und sie suchten Klopapier, Klopapier!

Und dann kam die Sechste, in Aldi Hoffnung setzte – und sie suchten Klopapier, Klopapier!

Und dann kam die Siebte, als die Stimmung kippte – und sie suchten Klopapier, Klopapier!

Und dann kam die Achte, die hysterisch lachte – und sie suchten Klopapier, Klopapier!

Und dann kam die Neunte, von zehn Rollen träumte – und sie suchten Klopapier, Klopapier!

Und dann kam die Zehnte, brachte das Ersehnte – eine Packung Klopapier, Klopapier!“

Ein sonniges Osterwochenende

wünschen C. Junk & B. Enzenauer

x