Rhein-Pfalz Kreis Land und Leute:
Wabern Dünste menschlichen Ursprungs durch das Kreishaus? Haben dort WC-Ente, Essigreiniger und Meister Proper kollektiv versagt? Muss man sich um die Gesundheit der Mitarbeiter der Kreisverwaltung berechtigte Sorgen machen? Denn wie anders ist es zu erklären, dass Landrat Clemens Körner bei der Verabschiedung von Kreisfeuerwehrinspekteur Uwe Speichermann am Sonntag in Dannstadt-Schauernheim unter dem Geraune der zahlreichen Anwesenden eigens die Existenz einer „Schnelleinsatzgruppe Sanitär“ erwähnte?! Ob diese Truppe dem Zwecke einer Neuausstattung der Toiletten im Kreishaus dient oder künftig im Gemüsegarten Deutschlands die Logistik für Dixi-Klos für die Saisonarbeiter auf den Feldern übernimmt, wurde von Körner nicht weiter vertieft. Fand der Landrat nach seinem Lapsus Linguae doch noch rechtzeitig den gedanklichen Dreh: Weg von kleinen und großen Geschäften – und hin zur Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst. (ain) Die armen Schifferstadter mussten am Donnerstag beim Auftritt von Marco Tschirpke Schockierendes über ihr Lieblingsgemüse erfahren! Der Kabarettist enthüllte in einem extra für den Besuch in der Rettichstadt verfassten Gedicht eine historische Funktion, die bei so manchem für großes Staunen gesorgt hat. Im antiken Griechenland wurde die Rettichstrafe angewandt. Ehebrecher wurden gedemütigt und bestraft, indem ihnen eine Rettichwurzel in den Anus eingeführt wurde. Keine sehr schmackhafte Tatsache. „Der arme Rettich“, mag da so mancher Schifferstadter bei dieser schockierenden Neuigkeit wohl gedacht haben. Gleichzeitig hat sich diese Information sicher im Gedächtnis festgesetzt – für alle Fälle. Denn die Frauen Schifferstadts haben damit doch nun eine gute Abschreckung in der Küche parat, die ihre Männer daran erinnert, was passieren kann, sollten sie den Pfad der Tugend mal verlassen. Und die Moral von der Geschicht’: Den Rettich unterschätze nicht! (lai) Erstmals hielt beim Gartenbauverein Limburgerhof der Pflanzendoktor Sprechstunde ab. Und das wurde auch Zeit, wie der Andrang im grünen Sprechzimmer verriet, laboriert es doch erheblich in den Gärten des Rhein-Pfalz-Kreises rum: gelbe Punkte, fahl-weiße Spitzen und gelbe, schlaffe Blätter statt saftiges, strammes Grün. Und fast immer hat Professor Flora alias Sebastian Hauptmann einen Mangel diagnostiziert. So auch bei unserem Redaktionskaktus, dessen eines „Ärmchen“ braun ist. Verständlich ist das nicht, herrscht in unserem Büro doch wüstengleiches Klima: staubtrockene Luft, lange Dürre-Perioden und im Sommer dank fehlender Klimaanlage sengende Hitze um die 40 Grad. Des Doktors Diagnose: Magnesiummangel. Aber da hat er noch Glück gehabt, im Gegensatz zu seinem „Verwandten“ im Büro unseres Redaktionsleiters. Eine Mängelliste ist bei diesem Exemplar hinfällig. Diagnose: Exodus. Todeszeitpunkt: etwa vor zehn Jahren. (doo)