Rhein-Pfalz Kreis
Lambsheim: Martin Hebich führt weitere fünf Jahre Gewässerzweckverband Isenach-Eckbach
Martin Hebich steht auch in den kommenden fünf Jahren an der Spitze des Gewässerzweckverbandes Isenach-Eckbach. Der Frankenthaler CDU-Oberbürgermeister wurde bei der konstituierenden Sitzung der Verbandsversammlung in Lambsheim als Vorsteher einstimmig wiedergewählt. Ebenfalls einmütig war das Votum für Hans-Dieter Schneider (SPD), Bürgermeister von Mutterstadt, als stellvertretender Verbandsvorsteher.
Hebich sprach rückblickend von „spannenden Jahren“, in denen fast 30 Projekte umgesetzt worden seien. Vieles befinde sich im Umbruch, die begonnenen Projekte würden fortgeführt. Beispielhaft nannte er das Hochwasserschutzprojekt Dürkheimer Bruch, die Südspange und den Riegeldamm am Rhein. Eine wichtige Aufgabe sei auch die Fortschreibung des wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzepts, hob der Vorsteher hervor. Daneben stehe die Nutzung der Rückhaltebecken bei Starkregenereignissen auf der Agenda. Zwar habe der Verband personell etwas aufgerüstet. „Wir dürfen uns aber nicht überheben“, betonte Hebich.
Einen ausführlichen Bericht über den aktuellen Stand der kommenden Vorhaben legte Verbandsgeschäftsführer Hans Peter Theiß vor. Danach wird im Dürkheimer Bruch die Durchpressung des Bahndamms bis Ende September abgeschlossen sein. Weitere Rodungs- und Fällarbeiten schließen sich an. Eine Fertigstellung des mit 14,2 Millionen Euro veranschlagten Projekts, das von einem Flurbereinigungsverfahren begleitet wird und auch den Neubau zweier Brücken in Ungstein und Birkenheide umfasst, ist für 2022/2023 geplant.
Bei der Südspange (Bauvolumen rund 25 Millionen Euro) sollen die Durchpressung des Bahndammes und der Autobahn sowie die Verlegung der rund zwei Kilometer langen Rohrleitungstrasse im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Parallel dazu werden in den Winterhalbjahren die Beregnungsleitungen verlegt. Mit einem Ende der Bauarbeiten wird 2022 gerechnet.
Wenn alles nach Plan läuft, soll die Anbindung des Neugrabens an die Isenach (Gemarkung Eppstein) schon ein Jahr früher fertiggestellt sein. Die Bauzeit für das rund 4,1 Millionen teure Projekt, bei dem es um eine Verbindungsspange, eine Grabenmodellierung und ein Schöpfwerk geht, ist mit 12 bis 16 Monate veranschlagt.
Noch Zukunftsmusik ist das Hochwasserschutzprojekt Marlachwiesen im Landkreis Bad Dürkheim (Investitionsvolumen 6,1 Millionen Euro). Im Oktober soll der Planfeststellungsantrag der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd eingereicht werden. Unter Berücksichtigung der Bearbeitungsdauer (bis zu 16 Monate) können die Arbeiten laut Hans Peter Theiß frühestens 2021 vergeben werden. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren. Beim Riegeldamm „Am Hansenbusch“, einem Gemeinschaftswerk der Städte Ludwigshafen und Frankenthal, geht es bedeutend schneller. Schon Anfang 2020 soll alles fertig sein.
Erst mittelfristig ist mit einem Umbau des Schöpfwerks Bobenheim-Roxheim und damit auch mit der Abflussoptimierung am Unterlauf der Isenach zu rechnen. Derzeit werden nach einer Bestandsaufnahme erste Lösungsansätze diskutiert. Was die Fortschreibung des wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzepts angeht, kündigte Theiß eine öffentliche Präsentation der Zwischenergebnisse und erste konkrete Maßnahmen für 2020 an.
Der laufende Umbau der Betriebswohnung in Büroflächen und die Teilsanierung des Verbandsgebäudes in Lambsheim sollen bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.