Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Lambsheim: Gemeinderat beschließt, wo noch Wohngebiete entstehen könnten

Eine typisches Neubaugebiet. Für Lambsheim sollen zwei solcher Gebiete im Flächennutzungsplan verankert werden.
Eine typisches Neubaugebiet. Für Lambsheim sollen zwei solcher Gebiete im Flächennutzungsplan verankert werden. Symbolfoto: Oliver Berg/dpa

Welche Dorfgebiete will Lambsheim zu Wohnbauzwecken in den Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde einbringen? Das soll am Dienstag, 17. Dezember, der Gemeinderat entscheiden. Der Bauausschuss schlägt das ehemalige Freibadgelände und ein Areal südlich der Karl-Wendel-Schule vor.

Der Sachstand wurde den Lokalpolitikern Mitte Oktober schon einmal vorgetragen, doch die Mitglieder des Bauausschusses wollten sich damals noch nicht festlegen, sondern in ihren Fraktionen darüber beraten. Die Regionalplaner haben Lambsheim zur weiteren Wohnbauentwicklung 9,6 Hektar zugestanden. Das meiste davon müsste die Gemeinde im Innenbereich abdecken, das heißt, es müssen zuerst Baulücken geschlossen und Quartiere nachverdichtet werden.

Das Planungsbüro Piske hat das untersucht und kommt zu dem Schluss, dass für 4,5 dieser 9,6 Hektar nur die Ausweisung neuer Baugebiete infrage kommt. Wohlgemerkt: Im Flächennutzungsplan würden solche Gebiete zunächst einmal nur als Vorrangflächen eingezeichnet. Ob sie jemals bebaut werden, steht auf einem anderen Blatt.

Nur drei Areale eignen sich als Neubaugebiete

Wie Piske-Mitarbeiter Ulrich Villinger in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses erneut erklärte, gibt es in Lambsheim nur drei Areale, die sich eignen. Südlich der Grundschule könne man sich ein von 2,1 auf 3,2 Hektar vergrößertes Siedlungsgebiet vorstellen, und westlich der Straße Im Bubensteig ließen sich 0,7 Hektar Baufläche verwirklichen, und zwar in zwei Teilen: nördlich und südlich des Fuchsbachs.

Allerdings müsse man dort berücksichtigen, dass Lärm von der Bahn und den Schulsportanlagen auf das Baugebiet einwirke. Ein weiterer Nachteil: Das Gebiet erfüllt im Moment die Aufgabe eines Puffers zwischen Wohnhäusern und offener Landschaft. „Der wäre dann weg“, verdeutlichte Villinger die Situation im Fall einer Bebauung.

Schon lange im Gespräch für eine Wohnsiedlung ist das ehemalige Freibadgelände. Die 1,9 Hektar hätten zwar kein Potenzial als Biotop, aber als Grünfläche sei das Areal erhaltenswert, sagte Villinger mit Blick darauf, dass im Flächennutzungsplan auch Vorrangflächen für Grünzüge eingetragen werden müssen.

Die SPD lehnt Freibad-Bebauung ab

Um sein Neubauflächenpotenzial auszuschöpfen, muss sich Lambsheim für das Gebiet unterhalb der Schule plus westlich des Bubensteigs oder plus altes Freibad entscheiden. Im ersten Fall ergäben sich nur 3,9 Hektar, im zweiten 5,1 Hektar, also 0,6 Hektar mehr als erlaubt, worüber mit den Regional- und Landesplanern verhandelt werden müsste.

Die Mehrheit des Bauausschusses war im November für die zweite Option, SPD und Grüne votierten dagegen. Vor allem die Sozialdemokraten hatten in den vergangenen Jahren immer wieder vehement eine Bebauung des Freibadgeländes abgelehnt. Dabei soll es laut Fraktionsmitglied Sebastian Weiß auch bleiben.

Termin

Öffentliche Sitzung des Lambsheimer Gemeinderats mit Einwohnerfragestunde am Dienstag, 17. Dezember, um 18.30 Uhr im Bürgersaal. Weitere Themen sind unter anderem das aktuelle Straßenausbauprogramm, die Planung für den Ausbau der Bahnhofstraße und neue Gebühren für das Ausheben und Schließen von Gräbern. Außerdem steht die Wahl eines weiteren Beigeordneten auf der Tagesordnung.

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