Dannstadt-Schauernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Kurpfalzschule: Fahrradhalle soll teils Kita-Spielfläche werden

Im ehemaligen Hauptschultrakt befindet sich die Kita Sonnenschein.
Im ehemaligen Hauptschultrakt befindet sich die Kita Sonnenschein.

Die frühere Fahrradhalle der Kurpfalzschule im Ortsteil Dannstadt teils abreißen und zum Außengelände der Kita Sonnenschein machen, kostet wohl mehr als 100.000 Euro. Das hat den Bauausschuss geschockt.

Derzeit nutzt der Bauhof der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim den Gebäudeteil als Lager. Die Kita Sonnenschein befindet sich im Erd- und im ersten Obergeschoss des ehemaligen Hauptschultraktes sowie in einem Anbau über dem Toilettentrakt. Der südliche Teil der einstigen Fahrradhalle dient der Kita als überdachtes Außengelände. Dieser soll erhalten bleiben.

Als weitere Spielfläche nutzen die Kinder den ehemaligen Lehrerparkplatz nördlich der Halle. Doch der wird ihnen künftig nicht mehr zur Verfügung stehen, da dieses Areal für den geplanten Neubau einer zusätzlichen Kita benötigt wird. Da nun aber die Kita Sonnenschein ohnehin schon nur ein kleines Außengelände besitzt und jetzt auch noch der Lehrerparkplatz wegfallen wird, soll ihr Außengelände durch den Teilabriss der Fahrradhalle auf einer Länge von 41 Metern deutlich vergrößert werden. Die Kosten dafür schätzt Architekt Michael Klee auf rund 109.000 Euro.

Kein einfacher Abriss

Das hat Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU) und die Ausschussmitglieder parteiübergreifend geschockt. Marc Hauck (FDP) etwa erschien das viel zu teuer. Dem hielt der Architekt entgegen, dass es heutzutage nicht mehr funktioniere, „da mit dem Bagger reinzufahren und dann ist es weg“. Denn es handle sich hier um ein Bauwerk aus Stahlstützen, die wohl verschraubt und auf ordentlichen Fundamenten errichtet seien, „von denen wir noch nicht wissen, wie stark genau sie sind“. Zudem gelte es, die Baustelle und das Gelände zu sichern. Für die Arbeiten seien Geräte wie ein Kran nötig, und das Dach müsse separat demontiert werden. Das alles koste nun mal Geld. „Wir können höchstens schauen, ob bei der Ausschreibung ein günstigerer Bieter dabei ist“, erklärte Klee. Auf Anregung Haucks bot die Ortschefin einen Vor-Ort-Termin an.

Am Ende empfahl die Ausschussmehrheit dem Rat, dem Projekt zuzustimmen und das nötige Geld im Haushalt 2022 bereitzustellen.

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