Rhein-Pfalz Kreis Kreistag entscheidet für Maxdorf

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Ludwigshafen

. Drei Ausschüsse haben dem Kreistag empfohlen, den Lambsheimer Standort der Justus-von-Liebig-Realschule aufzugeben. Ohne Gegenstimmen. Und dann entspinnt sich im Kreistag gestern doch noch eine Diskussion. Es geht um Geld. Genauer gesagt um die 700.000 Euro, die der Kreis 2011 investiert hat, um in Lambsheim die Schule so zu organisieren, dass dort bislang rund 200 Schüler unterrichtet werden konnten. „Klassenzimmer einrichten, Fachsäle ausstatten, Platz für das Sekretariat schaffen – solche Dinge eben“, erläutert Landrat Clemens Körner (CDU) nach der Sitzung. Im Kreistag werden Summen und Haushaltsposten etwas verquer diskutiert. Ausgangspunkt der Debatte ist eine Wortmeldung von Grünen-Fraktionssprecher Heinz-Peter Schneider. Seiner Fraktion stößt es auf, dass der Kreis Geld verliert, wenn er den Standort Lambsheim aufgibt – eben besagte 700.000 Euro abschreiben muss, wenn die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim und die Ortsgemeinde Lambsheim nicht bereit sind, etwas dafür beizusteuern, dass sie künftig das Gebäude nutzen können. „Auch der Landkreis will schließlich leben“, sagt Schneider. Die Wirtschaftlichkeit sollte gewahrt bleiben – trotz aller guter Argumente, die für einen Rückzug der Realschule aus Lambsheim sprächen. Gewinner der Zusammenlegung in Maxdorf sind in der Tat nicht nur die Schule selbst, sondern auch Verbands- und Ortsgemeinde. So sollen die Räume der Realschule künftig für die Erweiterung der Grundschule genutzt werden und Kindergartengruppen einen Platz finden (siehe „Zur Sache“). Deshalb will der Kreis auch mit den Kommunen in Verhandlungen treten. „Die Grundschule braucht vier Säle. Dafür hätte sie anbauen müssen, wenn der Realschulstandort geblieben wäre. Das kostet vielleicht 1,4 Millionen Euro. Die Ortsgemeinde hätte einen Kindergarten neu bauen müssen, kostet ebenfalls minimum eine Million Euro“, meint Körner. Der Landrat will verdeutlichen, was die Gemeinden sparen – durch das Entgegenkommen des Kreises. Für die Grünen sind diese Argumente als Verhandlungsbasis zu schwach. Sie hätten es begrüßt, wenn seinerzeit, als die Hauptschule zur Realschule wurde und an den Kreis überging, ein Vertrag gemacht worden wäre, auf dessen Grundlage man nun diskutieren könnte. Schlussendlich stimmt die Grünen-Fraktion trotzdem dafür, den Lambsheimer Zweig aufzugeben. Jetzt muss noch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion der Aufhebung der Dislozierung – wie es in der Fachsprache heißt – zustimmen. Sonst sind alle Pläne ohnehin perdu. Die Kreistagsmitglieder entscheiden gestern trotzdem schon mal, Haushaltsmittel von 800.000 Euro, die eigentlich für die Sanierung des Hallenbads Römerberg eingeplant waren, für den Ausbau des Schulstandorts Maxdorf zu übertragen. Für das Kreisbad würde das Geld dieses Jahr ohnehin nicht gebraucht. Das Realschulgebäude in Maxdorf muss um 13 Räume erweitert werden. Insgesamt sollen 3,4 Millionen Euro investiert werden.

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