Rhein-Pfalz Kreis Kosten fair verteilen

Das Heidespaß steht zwischen Maxdorf und Lambsheim.
Das Heidespaß steht zwischen Maxdorf und Lambsheim.

«Maxdorf.» Fifty-fifty oder nicht halbe-halbe? Der Verbandsgemeinderat Maxdorf entscheidet heute Abend über die Aufteilung der Betriebskosten des Kreishallenbads Heidespaß. Weil Lambsheim und Heßheim zur Verbandsgemeinde fusionierten, kam es zu Veränderungen im Beteiligungsverhältnis.

Paul Poje (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maxdorf, hat sich schon ein Plädoyer zurecht gelegt, das er auch dem Rat vortragen könnte. „Hat sich durch die Verwaltungsreform etwas an den Betriebskosten geändert?“, fragte er jüngst im Haupt- und Finanzausschuss und gab sich die Antwort selbst: „Nein.“ Nur weil sich Lambsheim und Heßheim zur Verbandsgemeinde zusammengetan haben, würden nicht mehr oder weniger Menschen das Kreisbad Heidespaß besuchen. Hintergrund: Die Gemeinden finanzieren 20 Prozent des Defizits des Kreisbads. Diese Zuschüsse wurden bislang im Verhältnis der Einwohnerzahlen aufgeteilt. Daraus ergab sich, dass Maxdorf (gut 12.500 Einwohner) etwa 65 Prozent trägt. Die bisher selbstständige Gemeinde Lambsheim übernahm knapp 35 Prozent. Durch die Fusion hat die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim gut 16.000 statt etwa 6700 Einwohner. Die Kreisverwaltung schlug vor, dass Lambsheim-Heßheim gut 56 Prozent, Maxdorf noch gut 43 Prozent tragen soll – gemäß dem Einwohnerverhältnis. Maxdorf war einverstanden, Lambsheim-Heßheim lehnte ab. „Es sind zwei Verwaltungen auf Augenhöhe, da spricht nichts gegen eine 50:50-Regelung“, sagte Bürgermeister Paul Poje. Er erinnerte daran, dass die Kosten für Maxdorf in jedem Fall sinken werden, bei der Fifty-fifty-Lösung von 65 auf 50 Prozent. „Wir werden günstiger“, sagte Poje, „ich kann meiner Argumentation weiterhin folgen.“ Ob das auch der Rat tut, wird sich heute Abend zeigen. Termin Sitzung des Maxdorfer Verbandsgemeinderats, heute, 19 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Birkenheide, Eyersheimer Straße 11.

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