Rhein-Pfalz Kreis Kleine Kugel, großes Glück

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Dannstadt-Schauernheim. Eine ruhige Kugel haben die zehn Teams beim Boule-Turnier des TV 1888 Dannstadt gestern geschoben – und das bei perfektem Wetter im neu gestalteten Biergarten. Sieger wurde nach sechs Stunden das Team um Nicole Kälin und Heinz Laubner.

Schon vorab können sich die 20 Boule-Spieler bei einem kühlen Bier und Steak mit Kartoffelsalat im neuen Biergarten kennenlernen. Groß ist die Freude bei der Auslosung der Spielpartner, wenn man seinen Wunschpartner zur Seite gestellt bekommt. „Das ist Glückssache“, erzählt Carlo Di Paolo, der zusammen mit Turnierleiter Francisco Gomez Sierra den Wettkampf organisierte. Mal erwische man einen erfahrenen, mal einen schlechten Spieler. Mitmachen darf jeder in jedem Alter – vom Anfänger bis zum Könner. Boulen sei eben ein geselliger, zwangloser Sport. „Man lernt auch immer wieder neue Leute kennen. Das macht es so interessant“, schwärmt Di Paolo. Bis kurz vor Beginn des Turniers ist nicht klar, wie gegeneinander gespielt wird. Möglich sind: Einzel, Dublette oder Triplette. Letztlich entscheiden die Karten: Es wird in Dubletten – als zwei Spieler bilden ein Team – „geboult“. Bevor die Kugeln rollen, werden noch schnell vier Bahnen abgeteilt. Im Freistil zieht Di Paolo mit dem Fuß einen Halbkreis in den Kies. Von dort aus wirft er eine kleine Kugel rund sechs Meter in die Bahn. An diese müssen die großen Kugeln möglichst nah heranrollen. „Wer als erstes 13 Punkte erspielt, hat gewonnen“, erklärt er. Ein Punkt gibt es für den Spieler, dessen Kugel bei einem Durchlauf am nächsten liegt. Gemessen wird der Abstand mit Augenmaß – in kniffligen Fällen mit Maßband. Boule sei immer noch ein beliebter Sport, meint Di Paolo. Es freut sich, dass immer wieder Neulinge dazustoßen. „Wir sind keine Profis. Da ist die Hemmschwelle geringer. Die Profis wollen größere Turniere.“ Seit mittlerweile zehn Jahren findet das Turnier statt. „Zwischendurch mussten wir unterbrechen, um im Biergarten eine Anlage für Kinder zu bauen“, erzählt er. Dann wurden Bahnen und Sitzgelegenheiten gebaut. „Das wird sehr gut angenommen.“ In der Regel bringe jeder Boule-Spieler seine eigenen Kugeln mit. Wenn aber einer keine Kugeln hat, helfe der Verein aus. Di Paolo selbst spielt schon seit 20 Jahren – sein Bruder habe bei ihm die Leidenschaft dafür entfacht. „Er hat mich gefragt, ob ich mal bei einem Turnier mitmachen wollte. Ich bin überraschend Zweiter geworden. Das hat mich dann irgendwie gereizt“, erinnert er sich. Danach habe er immer mehr Leute für Boule begeistern können. „Es macht einfach Spaß.“ (udn) Die Gewinner —1. Platz: Nicole Kälin und Heinz Laubner —2. Platz: Wolfgang Apfelbacher und Philipp Dylka —3. Platz: Carlo Di Paolo und Tobias Rapp

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