Dannstadt-Schauernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Kita-Neubau: „Höhere Kosten gut begründet“

Die Mehrheit ist für die neue Kita, auch wenn alles teurer wird. Die Grünen sind dagegen.
Die Mehrheit ist für die neue Kita, auch wenn alles teurer wird. Die Grünen sind dagegen.

Um genügend Betreuungsplätze anbieten zu können, möchte die Ortsgemeinde Dannstadt-Schauernheim an der Haardtstraße eine neue Kita bauen. Daran hält die Ratsmehrheit fest, obwohl es 5,8 Millionen Euro teurer wird.

Das Vorhaben hat sich vor allem aus zwei Gründen verteuert: wegen der allgemeinen Preissteigerung im Bauhandwerk und der größer geplanten Küche. Die soll nämlich nicht nur die neue Kita, sondern auch die Kita Sonnenschein nebenan mit frischen Mittagessen versorgen. Den Fachplanern der WPW-Gruppe zufolge könnte sie optional auch noch die Kita Kleine Wolke in der Weinbietstraße und die Kurpfalzschule bedienen. Über letzteres müsse die Verbandsgemeinde als Schulträger entscheiden, merkte Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU) an.

„Durch die große Küche versprechen wir uns Synergien“, spielte Elmar Burkhardt (CDU) auf die Vorteile der zentralen Essenszubereitung an. Dem Projekt stimme seine Fraktion zu, obwohl ihr das wegen der Kostensteigerung schwer falle. „Wir sind keine reiche Kommune, müssen aber trotzdem Geld für unsere soziale Infrastruktur in die Hand nehmen.“

Damit die Kita erweitert werden kann

Dem schloss sich Uwe Schölles (SPD) an. Die Gemeinde müsse sich auf den vorhergesagten Betreuungsbedarf mit dem Neubau der dreigruppigen Kita vorbereiten. „Und wir sollten uns die Erweiterungsoption offen halten“, warb er dafür, das Gebäude wie geplant so anzulegen, dass es sich später um drei zusätzliche auf dann sechs Gruppen erweitern lässt. An dem Standort eine Grundschule, zwei Kitas, den Hort sowie die Sport- und Freizeitanlagen zu bündeln, sei sinnvoll. „Und die Kostensteigerungen sind gut begründet“, erklärte er.

Marc Hauck (FDP) hob hervor, dass das Vorhaben auf alle Einsparpotenziale abgeklopft wurde. Erweitern zu können, sei wichtig, zumal in Folge des neuen Kita-Gesetzes des Landes wahrscheinlich die kirchlichen Kitas einige Betreuungsplätze aufgeben müssten, die dann die Gemeinde übernehmen müsse. Frisches Kochen mit regionalen Produkten hielt er für eine „schöne Symbiose“.

Lieber eine Kita in Schauernheim

Die Grünen lehnten die Planung des Kita-Neubaus an der Haardtstraße ab. Zu den erhöhten Kosten sagte Ralf Klein: „Wenn etwas aus dem Ruder läuft, redet man es sich schön.“ Anfangs sei es nur darum gegangen, die Kita Kleine Wolke um drei Gruppen zu erweitern. „Das hätte nur 2,5 Millionen Euro gekostet.“ Deshalb beantragte seine Fraktionskollegin Almut Schaab-Hehn, zu dieser ursprünglichen Planung zurückzukehren. Das eingesparte Geld könne dann für eine neue Kita im Ortsteil Schauernheim verwendet werden, falls die eines Tages möglich würde. Das lehnte die Ratsmehrheit mit vier zu 19 Stimmen ab. Sie befürwortete den Neubau an der Haardtstraße.

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