Rhein-Pfalz Kreis Kinder und andere Kleinstlebewesen

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Limburgerhof. Seit 20 Jahren können sich Interessierte am Pfingstsamstag beim Bauernmarkt auf dem Gutsbetrieb Rehhütte über die Arbeit der BASF informieren und einen spannenden Nachmittag mit der Familie verbringen. Diese Gelegenheit haben im Jubiläumsjahr rund 22.000 Besucher genutzt.

Zugleich feierte der Ludwigshafener Chemiekonzern sein 150-jähriges Bestehen. Großes Interesse herrschte daher an der interaktiven Ausstellung über die Meilensteine der Firmengeschichte. Das Wissensquiz „Landwirtschaft und Ernährung“ kam laut Unternehmenssprecherin Barbara Nickerson ebenfalls sehr gut an. „Es freute uns auch sehr, dass die Polizei trotz all der anderen Ereignisse in der Umgebung wieder mit der Hundestaffel zu uns kam“, sagte sie. Gemeint waren eine angemeldete Neonazi-Demo samt Gegendemonstration in Limburgerhof sowie der evangelische Kirchentag in Speyer. „Das mit den Hunden von der Polizei gefällt uns am besten“, bestätigten denn auch Isabella (7) und Luisa (4). Die Familie komme seit vier Jahren zum Bauernmarkt, verriet Mama Janina Ramer aus Neuhofen. Als Gründe nannte sie die freundlichen Mitarbeiter, die vielen Mitmach-Aktionen für Kinder, die interessanten Künstlerausstellungen und die Aufklärung darüber, was die BASF eigentlich tatsächlich macht. „Man hört ja vieles, Gutes wie Schlechtes. Hier kann man sich informieren“, erklärte sie. Dann drängten ihre Töchter weiter zu einem Pflichttermin, auf den sie sich jedes Jahr aufs Neue freuen: das Schafscheren. Erfahren ließ sich in der Tat manches Wissenswerte über die verschiedenen Tätigkeiten des Unternehmens. Zum Beispiel über den biologischen Pflanzenschutz, in dem sich die BASF seit 2012 engagiert. „Wir nutzen dabei die natürlichen Feinde der Schaderreger, um unsere Pflanzen zu schützen“, fasste Mitarbeiter Achim Reddig dieses Feld mit einfachen Worten zusammen. So produzierten etwa Fadenwürmer ein Bakterium, mit dessen Hilfe sich die Nacktschneckenpopulation kontrollieren lasse. „Das verschluckst du alles, wenn du in einem See baden gehst“, sagte derweil eine Kollegin in einem der benachbarten Infopavillons. Neugierig wagte der angesprochene Junge einen Blick durchs Mikroskop auf die unzähligen Kleinstlebewesen. Einige Altersgenossen wiederum beobachteten fasziniert Wasserflöhe und Salzkrebschen. Michael Schulz aus Ludwigshafen war mit seiner Familie zum ersten Mal beim Bauernmarkt. Die Anfahrt sei wegen des Staus auf dem Weg zum Parkplatz nicht gut gewesen, erzählte der Vater, während er mit Sohn Luca in der Warteschlange zum Spritzen mit dem Feuerwehrschlauch stand. Nächstes Jahr wollen sie deshalb mit der Bahn anreisen und vom Bahnhof aus den Shuttle-Service zum Gutsbetrieb nutzen. „Denn das große Angebot für Kinder und dass wirklich alles kostenlos ist, finde ich ganz toll“, erläuterte Schulz, weshalb sich für ihn das Wiederkommen lohne. Viele Besucher deckten sich gleich tütenweise mit frischem Obst und Gemüse ein oder mit Leckereien wie Straußeneiernudeln, Wildbraten, geräucherter Forelle und italienischen Gebäckspezialitäten. Andere ließen bei einer erfrischenden Limonade und entspannenden Gitarrenklängen den Kunst- und Kreativmarkt auf sich wirken.

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