Rhein-Pfalz Kreis „Keine größeren Beschwerden“

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Mutterstadt. Seit Mitte April wird der Mutterstadter Ortskern neu gestaltet. Die Bauarbeiten liegen laut Bürgermeister im Zeitplan. Große Verkehrsprobleme gibt es nicht. Die Auswirkungen der Baustelle auf die Geschäftswelt bewegen sich laut Gewerbeverein auf erträglichem Niveau. Ein Zwischenstand.

Die Dorfmitte rund um die Ampelkreuzung wird seit vergangenem Monat umgebaut. In den kommenden eineinhalb Jahren soll die Ampel verschwinden und der gesamte Ortskern attraktiver werden. Für den ersten Bauabschnitt ist derzeit ein Ast der Kreuzung gesperrt: die Oggersheimer Straße – bis zum historischen Rathaus. Bislang verläuft das Millionen-Euro-Projekt gut, erklären Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) und der Vorsitzende des Mutterstadter Gewerbevereins, Volker Reimer. Das liege unter anderem an der engen Abstimmung zwischen Gemeinde und Gewerbeverein sowie mit den Anliegern, betonen beide. Laufe irgendetwas nicht rund, werde rasch nachgebessert, meint Reimer. Die Beschilderung an den Ortseingängen etwa habe anfangs einige Leute irritiert: „Sie zogen den Rückschluss, dass die Ortsdurchfahrt ganz gesperrt ist und sie diverse Geschäfte nicht mehr anfahren können, obwohl tatsächlich nur ein Teil der Oggersheimer Straße unpassierbar ist“, erzählt er. Von Kunden darauf angesprochen, hätten sich Ladeninhaber an den Gewerbeverein gewandt. „Wir haben dann in Rücksprache mit der Kommune Schilder angeschafft, die in großer Schrift darauf hinweisen, dass die Geschäfte im Ortskern weiterhin erreichbar sind“, nennt er ein Beispiel für rasche Abhilfe. Die weiträumige Beschilderung sei aber nötig, um vor allem den Fern- und Schwerlastverkehr – einschließlich der Maut-Flüchtlinge – von der Baustelle fernzuhalten. Einige Unverbesserliche gebe es trotzdem. Vor kurzem habe sich beispielsweise ein Reisebus festgefahren, und einige Autofahrer würden bis in die Baustelle hinein fahren. „Die Ausrede lautet oft, ihr Navi habe ihnen gesagt, sie sollen hier lang“, berichtet Reimer. Trotz der umfangreichen Vorbereitungen lasse sich eben nicht alles regeln. Natürlich müssten auch die örtlichen Geschäftsleute mit Beeinträchtigungen leben. „Aber wir versuchen, sie so gering wie möglich zu halten und sind im ständigen Gespräch mit der Gemeinde über weitere kleine Verbesserungen“, sagt der Gewerbevereinsvorsitzende. Probleme hörten sich die Verantwortlichen stets an, um die Situationen dann umgehend zu entschärfen. „Die Lage ist momentan nicht so dramatisch“, beschreibt Reimer die Sicht der Gewerbetreibenden. Er betont: „Wir haben ja auch einen Vorteil davon, wenn der Ortskern attraktiver wird. Nur fällt so was halt nicht vom Himmel.“ Bürgermeister Schneider räumt gewisse Unannehmlichkeiten für Anwohner und Ladeninhaber ein. Die ließen sich bei einem solchen Vorhaben aber nicht vermeiden. Mit dem Durchgangsverkehr in der Oggersheimer Straße fehle selbstredend ein Teil des Geschäfts. „Doch wir informieren ständig und reden miteinander. Wir sind jederzeit offen für Anregungen, und unser Baumamtsleiter Werner Klein ist immer draußen auf der Baustelle“, sagt er. Zudem sei die Baufirma angewiesen, den Betroffenen weitestmöglich entgegenzukommen. Das funktioniere bisher gut. „Die Firma schafft zum Beispiel immer Schottertrassen als Zufahrt zu den Geschäften, damit der Lieferverkehr klappt“, ergänzt Reimer. Darüber hinaus seien extra mehrere Bauabschnitte eingerichtet worden, damit nicht die gesamte Ortsmitte für eineinhalb Jahre gesperrt werden muss, sondern immer nur der jeweilige Abschnitt so lange wie nötig, merkt Schneider an. Auch der Verkehr an der Kreuzung verlaufe bis jetzt problemlos, obwohl die Ampel ausgeschaltet ist. „Die Rotphase in der Oggersheimer Straße, die gesperrt ist, hätte man den Autofahrer nicht plausibel erklären können“, erläutert der Ratshauschef die Entscheidung. Lediglich für die Fußgänger sei es aktuell etwas schwieriger, die Ludwigshafener, Neustadter und Speyer Straße in Höhe der Kreuzung zu überqueren: „Aber es liegen uns keine größeren Beschwerden vor.“

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