Rhein-Pfalz Kreis Kampf gegen Verwahrlosung

Limburgerhof. Einen „verwahrlosten Eindruck“ macht der Bahnhof in Limburgerhof auf die SPD-Fraktion im Gemeinderat. Die Verwaltung verspricht Besserung – allerdings nur für den Teil, für den sie zuständig ist. Gespräche mit der Deutschen Bahn über das restliche Gelände gestalten sich schwierig.
Es ist keine schöne Bilderstrecke, die Jürgen Kleinhans (SPD) und seine Kollegen zusammengestellt haben: Offen liegende Kabel, wilder Elektroschrott, kaputte Scheiben, verschmutzte Dächer – all das haben die Lokalpolitiker bei einer Begehung des Bahnhofs im Frühjahr entdeckt. „Wir beobachten mit Sorge, wie sich der Zustand unseres Bahnhofs verschlechtert“, sagte Kleinhans in der Ratssitzung am Dienstag. Schließlich sei der Bahnhof der erste Eindruck, den man von dem Ort bekäme und somit ein „Aushängeschild für die Außendarstellung eines Orts“. Bürgermeister Peter Kern (SPD) informierte, dass er Kontakt mit der Bahn aufgenommen habe, damit die sich um ihren Teil des Grundstücks kümmere. „Es ist leider nicht so einfach mit der Bahn“, sagte er. Zusagen konnte Kern dafür, dass sich die Gemeinde jetzt verstärkt um den Teil des Bahnhofs kümmern will, für den sie zuständig ist. „Das ist in die Wege geleitet.“ Zum Beispiel das Dach über den Fahrradständern, das bisher durch Blätter und Äste stark verschmutzt war, soll jetzt regelmäßig gereinigt werden. Schwieriger ist es bei den zwei Unterführungen. Die zwischen Speyerer und Mainzer Straße gehört der Gemeinde. „Die wird von Unbekannten regelmäßig mit Füßen getreten, da kommen wir mit dem Saubermachen kaum nach“, sagte Kern. Er überlege jetzt, ob man mit dem Jugendkulturzentrum ein Graffiti-Projekt starte. „Vielleicht wird das dann mehr respektiert.“ (seed)