Dannstadt-Schauernheim
Küsschen und tschüss: Über Kiss-and-go-Zonen in Dannstadt
Dass von ihnen selbst bisweilen die größte Verkehrsgefahr für die Kinder ausgeht, scheint den anliefernden beziehungsweise abholenden Vätern und Müttern kaum bewusst zu sein. Also hat sich Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU) mit Vertretern des Ordnungsamts, der Schule und des Schulelternbeirats ausgetauscht und vor Ort nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Herausgekommen ist die Idee der Kiss-and-go-Zonen.
Aus dem Englischen übersetzt bedeutet das küssen und gehen. Es sollen also Bereiche nahe der Schule ausgewiesen werden, in denen die autofahrenden Eltern kurz anhalten, ihren Töchtern und Söhnen einen Abschiedskuss geben und sie dann aussteigen lassen können, ohne irgendwen zu gefährden. Entstehen sollen diese Kiss-and-go-Zonen auf der Westseite der Kurpfalzstraße – vom Schulgebäude aus gesehen Richtung Restaurant Ammos auf der rechten Seite – auf den bereits vorhandenen Parkbuchten längs der Fahrbahn, und zwar zwischen den Einmündungen Kallstadter und Forster Straße. „Die Schule wird noch Zäune gestalten, auf denen darauf hingewiesen wird“, kündigt die Ortschefin an.
Die Kiss-and-go-Zonen werden beschildert
Nach dem Aussteigen in den Kiss-and-go-Zonen können die Schüler von den Parkbuchten über die ebenfalls schon vorhandenen Durchgängen den Grünstreifen durchqueren und auf den Fußweg gelangen, auf dem sie die kurze Strecke zur Kurpfalzschule dann sicher zurücklegen können. Dazu werden nach Winkelmanns Angaben die Parkplätze zwischen der Litfaßsäule bei der Schule und der Kallstadter Straße an die Kurpfalzstraße zurückversetzt, damit die Kleinen auch auf diesem letzten Abschnitt sicher zwischen den parkenden Autos und den Wohnhäusern hindurch zur Schule kommen. „Zu den Hol- und Bringzeiten müssen die Kiss-and-go-Zonen frei sein“, macht sie deutlich, dass Anwohner in diesen Zeiten ihre Autos anderswo abstellen müssen. Der genaue Termin, ab wann die neue Regelung greift, stehe noch nicht fest, werde aber im Amtsblatt und von der Schule bekanntgegeben. Die nötige Beschilderung werde das Ordnungsamt sicherstellen.
Warum die Parkbuchten zwischen Forster- und Weinbietstraße nicht ebenfalls zu Kiss-and-go-Zonen umgewandelt werden? „Die lassen wir unangetastet, weil sie weiter unseren Gewerbetreibenden zur Verfügung stehen sollen“, erklärt die Ortsbürgermeisterin. Denn neben dem Restaurant gibt es stark frequentierte Geschäfte wie die Bäckerei, die Apotheke und den Obst- und Gemüseladen, deren Kunden ihre Autos ja auch irgendwo abstellen müssen.