Rhein-Pfalz Kreis Künftig nur noch Pauschale fürs Essen
Die Essensabrechnung in den Betreuenden Grund- und Ganztagsschulen in der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim soll ab dem kommenden Schuljahr einheitlich werden. Das hat der Schulträgerausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen. Mitgeteilt wurde dem Ausschuss eine künftig höhere Stundenzahl der Schulsekretariate.
In den Grund- und Ganztagsschulen Großniedesheim und Beindersheim wird den Kindern ein Mittagessen angeboten. Derzeit werden dort am Mittag rund 110 Schüler verköstigt. Je nach Häufigkeit der Teilnahme wird dafür eine monatliche Pauschale in Höhe von zwölf bis 60 Euro fällig, die elf Monate im Jahr gezahlt werden muss. Eine explizite Abrechnung im Nachhinein gibt es nicht. Dieses Modell soll ab dem Schuljahr 2019/2020 auch bei der Lambsheimer Karl-Wendel-Schule angewandt werden. Dort zahlen die Eltern derzeit elf Monate lang (ein Monat entfällt wegen der Sommerferien) eine Pauschale von jeweils 45 Euro. Im Nachgang wird hier jedoch die tatsächliche Teilnahme der Kinder abgerechnet. Das soll laut Verbandsbürgermeister Michael Reith (SPD) künftig entfallen. Den Vorstoß begründet er mit dem hohen Verwaltungsaufwand, der bei 120 Kindern „enorm“ sei. Zudem liege die Differenz, die nachzuzahlen oder zu erstatten sei, bei gerade einmal durchschnittlich 15 Euro. In den anderen Orten der Verbandsgemeinde werden geschätzte Krank- und Fehl- sowie geplante Ferienzeiten und Feiertage bereits bei der Pauschale grob berücksichtigt. Ein Essen kostet 3,80 Euro, in der Woche kommen somit 19 Euro, in einem Monat 76 Euro zusammen. Gezahlt werden aber laut Staffelbeitrag nur 60 Euro. Mit der Differenz sollen über elf Monate gesehen Fehl- oder schulfreie Tage ausgeglichen werden. Der Schulträgerausschuss befürwortete einstimmig die Umstellung von der Einzelabrechnung auf einen Pauschalbetrag. Hochgestuft wurden die Stunden der jeweiligen Schulsekretärin in Lambsheim von 16 auf 24, in Beindersheim von 14 auf 17, in Heßheim von sechs auf sieben und in Großniedesheim von zwei auf vier Stunden. Die Verwaltung hatte damit einem Antrag der jeweiligen Schulelternbeiräte entsprochen, informierte Reith den Schulträgerausschuss. Die Kosten für die zusätzlichen Stunden würden durch den altersbedingten Wegfall einer Stelle in der Verwaltung gedeckt. Walter Lohse (FWG) wollte wissen, ob die Grundschule Beindersheim im Zuge des geplanten Glasfaserausbaus auch schnelles Internet bekommen soll. Dies bejahte Reith und teilte überdies mit, dass für alle Gemeinden, in denen der Glasfaserausbau vorgesehen oder bereits im Gange ist, für Schulen und Feuerwehren Anträge vorliegen.