Dannstadt-Schauernheim Jugendvertretung: Der lange Weg zur Satzung
Marion Strese gab alles. Die Christdemokratin und Beigeordnete der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim erläuterte noch mal ausführlich, was es mit dem Gremium auf sich hat. Sinn und Zweck des Ganzen ist es, die Jugendlichen ans politische Leben heranzuführen, sie demokratisch Entscheidungen herbeiführen zu lassen und Projekte zu planen. Am 4. November vergangenen Jahres hat der Verbandsgemeinderat einstimmig Anträge von CDU und SPD angenommen, ein solches Gremium zu bilden.
In anderen Gemeinden im Rhein-Pfalz-Kreis, wie zum Beispiel Schifferstadt, gibt es schon eine Vertretung von Jugendlichen. Allerdings dort in der Form eines Jugendstadtrats mit regelmäßigen Sitzungen wie ein „echtes“ politisches Gremium. In der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim hat man sich für eine offene Satzung entschieden. „Das passt aus unserer Sicht mehr zum Klientel, das wir ansprechen wollen, zum Beispiel Schüler“, erläuterte Strese. Das habe den Vorteil, dass man wegkomme von einem starren, geschlossenen System.
Fix gewählt werden sollen lediglich der Sprecher des Beirats und seine beiden Stellvertreter. Zielgruppe sind laut Strese die 13- bis 19-Jährigen in der Verbandsgemeinde. Doch gerade die obere Altersgrenze sorgte für Diskussionen. Von „lieber nur bis 18“ bis „20/21, um mehr Interesse zu generieren“ war alles vertreten. „Wir diskutieren zu viel über Details. Wir sollten erstmal froh sein, wenn sich Jugendliche engagieren und sich ein Gremium findet“, meinte Uwe Schölles (SPD). Danach bekomme das bestimmt eine Eigendynamik. Strese gab zu bedenken, dass man sich ab 18 Jahren ja auch zur Wahl für den Gemeinderat aufstellen lassen könne. Die ersten Treffen sollen im Jugendhaus in Schauernheim stattfinden. Doch in der Folge könnten diese auch in anderen Orten der Verbandsgemeinde stattfinden.