Rhein-Pfalz Kreis Jugendliche riskieren ihr Leben auf Altrhein-Eis

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Mehrere Jugendliche wurden am Mittwochnachmittag beobachtet, wie sie trotz Verbots den tauenden Altrhein überquerten – eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 2000 Euro bestraft werden kann. Außerdem steht die Gruppe in Verdacht, kurz zuvor am Kiosk Wagner einen Brand gestiftet zu haben. Der Kiosk-Besitzer will Anzeige erstatten.

Ewald Marx ist aufgebracht, als er gegen halb vier Uhr nachmittags vier Jugendliche bemerkt, die am Ostufer des Roxheimer Altrheins stehen und dabei sind, das Gewässer zu Fuß zu überqueren. Trotz Hinweisschilder und Überredungsversuchen sei es dem ehemaligen Wehrleiter der Feuerwehr Bobenheim-Roxheim nur gelungen, zwei der vier Jugendlichen dazu zu überreden, nicht auf das Eis zu gehen. „Ich konnte das Altrhein-Ufer erst verlassen, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten“, schreibt Marx der RHEINPFALZ. Bis dahin habe er seinen Finger auf der Notruftaste seines Telefons gehabt. „Wenn man die Schilder ignoriert, ist das eine Ordnungswidrigkeit“, sagt Frank Unvericht vom Ordnungsamt Bobenheim-Roxheim. Die Eisfläche dürfe dann nicht betreten werden. Wer dabei erwischt wird, der könne mit einer mündlichen Verwarnung auch kostenlos davonkommen. „Je nach Reaktion der Leute kann die Strafe aber auf bis zu 2000 Euro steigen“, sagt Unvericht. Im Fall der Jugendlichen würde er die Höchstgrenze ausreizen. „Es ist klar, dass das Eis schon seit Tagen schmilzt und nicht mehr von Sicherheit ausgegangen werden kann. Der gesuchte Adrenalinstoß war offensichtlich“, lautet seine Einschätzung. Marx hat die Jugendlichen fotografiert. Auf dem Foto, das der RHEINPFALZ vorliegt, ist deutlich zu sehen, dass das Eis an der Oberfläche zu Teilen mit Wasser bedeckt ist. Wer in dieser Situation sieht, dass dennoch jemand aufs Eis geht, müsse sich nicht gefährden, erklärt Unvericht: „Auf keinen Fall hinterherrennen und versuchen, die Leute runterzuholen.“ Marx’ Foto wird auch für einen anderen Sachverhalt relevant: „Die Jugendlichen stehen in Verdacht, am Badestrand des Silbersees am Kiosk Wagner eine versuchte Brandstiftung begangen zu haben“, erzählt Unvericht. Die Schilfschirme des Kiosks seien angezündet worden. Der Besitzer will laut Unvericht Anzeige erstatten. Außerdem seien später von mehreren Anwohnern in Roxheim Ruhestörungen gemeldet worden. Jugendliche hätten gegen Hoftore und Türen getreten, klagten die Bewohner. |hest

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