Rhein-Pfalz Kreis Jugendkunstschulen bündeln ihre Kräfte

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Limburgerhof/Ludwigshafen. Aus der in den vergangenen Jahren ohnehin immer enger gewordenen Zusammenarbeit haben die Verantwortlichen nun die Konsequenz gezogen: Die Jugendkunstschule Limburgerhof wird zu einem Teil der Jugendkunstschule der Kreisvolkshochschule (KVHS).

Die KVHS-Jugendkunstschule gibt es bereits seit 2008. Sie startete in Waldsee und wurde schrittweise auf fünf weitere Kommunen im Rhein-Pfalz-Kreis ausgeweitet: Bobenheim-Roxheim, Lambsheim-Heßheim, Dannstadt-Schauernheim, Böhl-Iggelheim und Römerberg. Diese Liste bereichert nun auch die Jugendkunstschule Limburgerhof, die 2012 ins Leben gerufen – und wie ihr Kreispendant vom Land gefördert – wurde. „Mit der Fusion ist nun endlich alles unter einem Dach“, sagt Barbara Scherer, Leiterin der KVHS. Davon versprechen sich die Beteiligten vor allem weniger Bürokratie und ein flächendeckendes kulturell-kreatives Angebot für Jugendliche bis 17 Jahre im gesamten Rhein-Pfalz-Kreis. Inhaltlich soll sich nichts ändern, sprich: Es sollen keine Kurse oder Workshops wegfallen. „Das war uns wichtig, da die Angebote einen festen Platz in unserer Jugendarbeit haben“, erklärt die Erste Beigeordnete der Gemeinde Limburgerhof, Rosemarie Patzelt (FWG). „Außerdem sollten sich öffentliche Angebote keine Konkurrenz machen“, nennt sie ein weiteres Argument für die Verschmelzung. Wer Interesse habe, könne sich also weiter im Jugendkulturzentrum oder bei der örtlichen Volkshochschule im Rathaus anmelden. Die Ansprechpartner und Kursleiter blieben ebenfalls dieselben. Daher werde auch die Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Mehrgenerationenhaus, dem Haus der Familie und dem Jugendkulturzentrum, aber auch der Malschule Limburgerhof fortgesetzt. Nicht zuletzt die starke Eingebundenheit ins Gemeindeleben bereichere die Jugendkunstschule des Rhein-Pfalz-Kreises, findet Scherer. Diese Einschätzung teilt Michael Müller, der das Mehrgenerationenhaus sowie das Jugendzentrum leitet. Zugleich ergänzten sich die verschiedenen Ansätze zu einem schlüssigen Gesamtkonzept. Auf Kreisebene würden vor allem geschlossene Kurse oder Projekte angeboten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt für einen festen Teilnehmerkreis stattfinden. In Limburgerhof hingegen habe die offene Variante den Vorzug erhalten, bei der Interessierte ganz flexibel mitmachen können. Hierzu zählen beispielsweise die offene Werkstatt, das offene Atelier, der Graffiti-Workshop und die Jugendwerbeagentur. Gerade bei den Angeboten herrsche ein starker Praxisbezug. Die Jugendwerbeagentur etwa habe das Logo für den Limburgerhofer Bürgerbus entworfen und das Programmheft für 2016 erstellt, das somit wieder in gedruckter Form erscheinen konnte. Einen gelungenen Test für die Fusion der Jugendkunstschulen habe der Talentcampus im vergangenen Sommer dargestellt, der 2015 erstmals gemeinsam organisiert wurde, berichtet Scherer. Dieses vom Bund geförderte Ferienprogramm für Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren soll dieses Jahr erneut in den Sommerferien angeboten werden. „Es geht bei allen unseren Angeboten grundsätzlich nicht einfach nur darum, die jungen Leute zu bespaßen, sondern sie je nach ihren Fertigkeiten und Interessen zum Kreativsein zu ermuntern und ihnen dafür einen Raum zu bieten“, heben Scherer und Patzelt gemeinsam hervor. Noch Fragen? Das Programm der Jugendkunstschule liegt in den örtlichen Volkshochschulen, Jugendzentren und Büchereien aus. Im Internet steht es auf der Seite der KVHS unter www.vhs-rpk.de, Menüpunkt Programm, VHS-Spezial, Jugendkunstschule.

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