Rhein-Pfalz Kreis Jugendarbeit ohne Ortsgrenzen
Weil das Jugendpflegerteam in der Verbandsgemeinde (VG) Lambsheim-Heßheim auch im vergangenen Jahr zu dritt war, konnten die Öffnungszeiten der Jugendräume in den Ortsgemeinden wie vorgesehen erhalten werden. Das berichtete Jugendpflegerin Carmen Wendel vergangene Woche im Sozialausschuss der VG und erklärte: „Die Räume werden verstärkt ortsübergreifend besucht.“
Zusammen mit ihren Kollegen Sabine Feickert und Christian Bach-Härdle habe sie den Kindern und Jugendlichen in der Verbandsgemeinde ein vielfältiges Angebot machen können und neue Besucher gewonnen. Die gut ausgestatteten Einrichtungen – auch in Beindersheim gebe es jetzt einen Billardtisch – würden von Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 20 Jahren aufgesucht, erläuterte Wendel. Billard, Tischkicker, Airhockey, Gesellschaftsspiele und Bastelangebote stünden nach wie vor hoch im Kurs. Immer mehr Jugendliche kämen aber auch, um mit den Jugendpflegern persönliche oder familiäre Probleme zu besprechen. „Wir führen inzwischen sehr viele Einzelgespräche“, sagte Wendel. Das Team beobachtete in den vergangenen Jahren noch eine weitere Veränderung: Die Kinder pendeln und besuchen auch die Jugendtreffs in den anderen Ortsgemeinden. Sie kämen mit dem Rad oder dem Bus oder würden von den Eltern gebracht, berichtete Carmen Wendel. Genaue Besucherzahlen nannte die Jugendpflegerin nicht. Sie sprach aber von einer „guten Auslastung“. Zwischen drei und zwölf Kinder seien in der Regel in den Räumen, selbst in Kleinniedesheim seien es meist zwei bis sechs. „Grundsätzlich herrscht ein Kommen und Gehen“, meinte Wendel. An der Osterspaßwoche und der sechswöchigen Sommerfreizeit im Großniedesheimer Jugendtreff hätten Kinder aus allen Ortsgemeinden teilgenommen. Die Herbstaktionswoche habe dagegen krankheitsbedingt ausfallen müssen. Ausreichend Anmeldungen hätten vorgelegen. „Es ist gut, dass wir in der Verbandsgemeinde ein niedrigschwelliges Angebot für Kinder und Jugendliche haben“, befand in der Sitzung der Vorsitzende des Sozialausschusses, Michael Hack (CDU).