Rhein-Pfalz Kreis Jetzt mehr als 14 000 Einwohner
Dannstadt-Schauernheim. Die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim sei gut aufgestellt und auch als Wohnort attraktiv. Das hat Bürgermeister Stefan Veth (CDU) am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang im voll besetzten Zentrum Alte Schule betont. So sei die Einwohnerzahl im Vorjahr um 268 gestiegen, „sodass zum ersten Mal über 14.000 Bürger bei uns gemeldet sind“.
Der Bürgermeister stand höchstpersönlich am Eingang und wünschte jedem Gast alles Gute für 2017. Helfen soll dabei auch der Glückscent, den ein Schornsteinfeger allen übergab. In seiner Rede skizzierte Stefan Veth die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim als einen Ort, wo vieles sehr gut funktioniere. Dass das Zentrum Alte Schule am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang mit 400 Gästen ausverkauft war, sei ebenfalls ein Beleg für das gute Miteinander, sagte Veth. „Wir mussten sogar ein paar Bürgern absagen, weil es keine Karten mehr gab. Das ist ein echtes Luxusproblem.“ Doch das war das einzige Mal, dass Veth am Donnerstagabend kleine Sorgenfalten auf der Stirn hatte, als er sich mit dem Geschehen in der Verbandsgemeinde sowie den Ortsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Rödersheim-Gronau und Hochdorf-Assenheim befasste. Ausdrücklich lobte er das vielseitige ehrenamtliche Engagement von Bürgern bei ganz vielen Projekten. Aber auch seinen Kollegen in der Kommunalpolitik dankte Veth: „Wir arbeiten hier sachorientiert zum Wohl der Bürger zusammen. Das ist in diesen unruhigen Zeiten wohltuend anzuerkennen.“ Wichtige Arbeit hätten auch die 60 Mitstreiter beim Netzwerk Integration geleistet. „Es ist unglaublich, wie ruhig und gesittet dank dieser Hilfe die Unterbringung und Versorgung der uns zugewiesenen Flüchtlinge geklappt hat“, betonte Veth. 142 Flüchtlinge leben in der Verbandsgemeinde. „Es geht endlich los“ – dieses Motto gab Stefan Veth für den neuen Edeka-Markt in der Verbandsgemeinde aus. Die letzten planerischen Weichen seien 2016 gestellt worden. Aktuell seien noch Archäologen auf dem Grundstück, weil eine römische Abfallgrube gefunden worden sei. Aber mit der Errichtung der Abbiegespur soll ab Ende Januar der Bau des Einkaufsmarkts für alle sichtbar werden. „Die Eröffnung soll dann Ende des Jahres sein.“ Wichtige Weichenstellungen für die Zukunft seien im Vorjahr durch die Investitionen in mehrere Kindertagesstätten (Kitas) erfolgt. So habe in den Räumen der Kurpfalzschule in Dannstadt-Schauernheim die erste Gruppe der neuen Kita Sonnenschein geöffnet. An den Räumen für die zweite Gruppe werde derzeit gebaut (Kosten: 230.000 Euro). 140 Kinder werden hier künftig betreut, wenn wie geplant 2018 noch einmal zwei Gruppen dazu kommen. Die Kleiderkammer der Verbandsgemeinde wird dieses Jahr 25 Jahre alt. Veth berichtete, dass sich die Initiatoren nach diesem Vierteljahrhundert zurückziehen möchten und dankte ihnen für ihr Engagement. Für den humorvollen Ausklang des offiziellen Programmteils war Mundartkabarettist Gerd Kannegieser verantwortlich. Er begeisterte das Publikum mit seinen Überlegungen zur guten alten Zeit, als es noch „Treffen in echt“ gegeben habe, während heute die Technik den Alltag dominiere. Seine Erlebnisse am Getränke-Pfandautomat und beim Einkaufen „mit dem Kärtchen“ sorgten für jede Menge Lacher, ehe die 400 Gäste den Abend bei Sekt und Brezeln gemütlich ausklingen ließen. Für den Ausschank war der Kultur- und Heimatkreis verantwortlich. Und für flotte Musik vor und nach den Reden sorgte die Blaskapelle Assenheim, deren Leiter Bernd Schneider auch die große Neujahrsbrezel an Veth überreichte.