Rhein-Pfalz Kreis Jazz, Pop und Klassik

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Schifferstadt. Jazz-Standards und klassisches Saxofon: Mit einer interessanten Mischung aus Klassik und Pop haben zwei recht junge Musiker eine Matinee im Schifferstadter Club Ebene Eins bestritten. Tatjana Meub spielte Saxofon und sang, Jonas Gleim spielte Klavier. Einmal mehr hat der Club jungen begabten Künstlern eine Plattform geboten.

Die Mischung passte erstaunlich gut: Jazz-Klassiker und klassisches Saxofon können durchaus aufeinander folgen. So ging es mit einem anspruchsvollen impressionistischen Saxofon-Werk von André Cailleux los, dem folgte Gershwins „Summertime“, und klassisch ging es weiter mit einer Fantasie von Jules Demmersseman. Als Saxofonistin hat die 1996 geborene Tatjana Meub schon einige Erfahrung. Seit sie acht Jahre alt ist, hat sie Unterricht, und in ihrer Schule, dem Ludwigshafener Theodor-Heuss-Gymnasium, spielt sie im sinfonischen Blasorchester als Solistin. Zudem spielt sie in der Big Band der Städtischen Musikschule Ludwigshafen, der von Frank Runhof geleiteten Jazz Attack. Für Talent und Fleiß der jungen Dannstadterin sprechen auch mehrere Preise beim „Jugend musiziert“-Wettbewerb auf Regional-, Landes- und Bundesebene. Die klassischen Stücke im Programm waren allesamt recht anspruchsvoll. Die Saxofonistin zeigte dabei, dass sie virtuos und dabei auch ausdrucksstark ihr Instrument beherrscht. Ihr Ton ist dabei weich, geradezu feminin wirkend, doch immer auch gut präsent. Jonas Gleim, Jahrgang 1994, spielt schon seit einiger Zeit mit Tatjana Meub zusammen. Klavier ist seit zehn Jahren sein erstes Instrument, seit sechs Jahren spielt er auch Cello. Seit dem vergangenen Jahr studiert er Klavier in Würzburg. Zusammen haben Gleim und Meub 2013 den Südwestdeutschen Kammermusikwettbewerb der Stadt Bad Dürkheim gewonnen. Gleim erweist sich als Begleiter mit Gefühl für Dynamik. Gerade hier zeigte sich ein gutes Zusammenspiel der beiden. Pop und Jazz sind weitere Facetten des Duos. Beim äußerst bekannten „Take Five“ folgte Tatjana Meub im Solo weitgehend der „amtlichen“ Version, die Komponist Paul Desmond auf der Aufnahme mit Dave Brubek verewigt hat. Auch als Sängerin machte die Musikerin einen guten Eindruck. Das „Feeling good“ von Michael Bublé wirkte in der Duo-Besetzung angenehm verschlankt und auf den Punkt – im Vergleich zum etwas pompösen Original eine gute alternative Interpretation. Gleich zwei Mal gab es Stücke von Adele, nämlich „Make you feel my Love“ und „Someone like you“. Das kam insbesondere bei den jüngeren Zuhörern gut an. Das Duo machte einen vielversprechenden Eindruck. Zwar war das Lampenfieber spürbar, aber das wird sich mit steigender Erfahrung sicher legen. Grund zur Nervosität haben die Beiden nämlich nicht. Sie zeigten großes Können und Musikalität und das hat dem Publikum gut gefallen.

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