Rhein-Pfalz Kreis Ja zur Schauernheimer Schule

Mehr Schüler, mehr Probleme: Sollte die Schauernheimer Grundschule zweizügig werden, müssen Klassen ausgelagert werden.
Mehr Schüler, mehr Probleme: Sollte die Schauernheimer Grundschule zweizügig werden, müssen Klassen ausgelagert werden.

«Dannstadt-Schauernheim.» An der Außenstelle der Kurpfalzschule im Ortsteil Schauernheim hält die Kommune fest. Kurioserweise könnten ausgerechnet besonders viele Schülerzugänge dazu führen, dass der Standort geschlossen wird.

Mit dem Beschluss, am Schulhaus in Schauernheim festzuhalten, möchte der Verbandsgemeinderat Bedenken zerstreuen. Jene, die das zuständige Landesministerium in Mainz haben könnte, wenn es um Fördermittel für die Sanierung der Grundschule geht, die es bewilligen soll. Die Schulerneuerung ist für das Schuljahr 2020/2021 geplant. Während der Bauarbeiten müssen sämtliche Schüler auf den Schulstandort im benachbarten Dannstadt ausweichen, der zugleich die Hauptstelle der Kurpfalzschule ist. Nun geht nach Angaben von Fachabteilungsleiter Gerhard Schaa eine aktuelle Prognose davon aus, dass ab dem Schuljahr 2021/22 bis einschließlich 2023/24 derart viele Kinder im Schulbezirk Schauernheim eingeschult werden, dass in der ansonsten einzügigen Schule zwei erste Klassen gebildet werden müssen. Für so viele Schulklassen ist im Schulhaus jedoch nicht genügend Platz, weshalb im entsprechenden Zeitraum eine oder mehrere Klassen nach Dannstadt ausgelagert werden müssten. Und darin könnte die Gefahr für den Standort Schauernheim liegen: Das Ministerium könnte nämlich hinterfragen, warum die Schauernheimer Schüler nicht gleich komplett in der Kurpfalzschule bleiben und die Außenstelle nicht einfach aufgegeben werde, anstatt sie mit Landesmitteln zu erneuern, erläuterte er. Wenn die Kollegin von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Süd in Mainz den Förderantrag für die Sanierung vorlege, wolle sie sicher sein, dass die Kommune sich des Problems der vorausgesagten Schülerentwicklung bewusst ist – und trotzdem an der Sanierung des betagten Schulgebäudes in Schauernheim festhält, erklärte Schaa. „Unser Beschluss zur Sanierung ist zwar schon lange durch, aber bei einem Zuschussantrag wird das Pferd eben immer noch einmal neu aufgezäumt“, sagte er. Gut sei, dass die Grundschule, die Gesamtkonferenz der Kurpfalzschule und der Schulelternbeirat mit eigenen Beschlüssen verdeutlicht hätten, dass sie hinter dem Erhalt des Standorts stehen, „für den wir ja auch lange gekämpft haben“. Das bestätigte Uwe Schölles (SPD): „Sie ist zudem eine Vorzeigeschule. Klein, aber fein.“ Johannes Kupper (CDU) erinnerte daran, dass der Rat sämtliche Beschlüsse zur Generalsanierung mitgetragen habe. Daher sei es nur folgerichtig, nun die Zeit während des Umbaus zu organisieren. Dem stimmte Marc Hauck (FDP) zu. Der Erhalt der Grundschule in Schauernheim sei wichtig für die Infrastruktur des Ortsteils. Erweiterungsmöglichkeiten seien nicht vorhanden, weshalb Schüler punktuell eben ausgelagert werden müssten. Das Konzept ergebe trotzdem Sinn.

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