Rhein-Pfalz Kreis Ja zu neuer Pergola

Da stand sie noch, die hölzerne Pergola im Ortszentrum. Mittlerweile sind nur noch Spuren erkennbar.
Da stand sie noch, die hölzerne Pergola im Ortszentrum. Mittlerweile sind nur noch Spuren erkennbar.

«Dannstadt-Schauernheim.» Die aus Sicherheitsgründen abgebaute Pergola am Dorfplatz im Ortsteil Schauernheim soll wiederhergestellt werden. Diesen Wunsch der Anwohner unterstützt der Ortsgemeinderat.

Die Pergola wurde laut Gemeindeverwaltung Anfang der 1990er Jahre zwischen dem Brunnen beim Dorfplatz am Cachot und der Grünfläche vor der katholischen Kirche errichtet. Im Juni hatte Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU) bereits auf den schlechten Zustand der Holzkonstruktion hingewiesen. Dieser hatte sich seither anscheinend derart verschlimmert, dass die Pergola mittlerweile aus Sicherheitsgründen größtenteils zurückgebaut wurde. Nur acht Pfostenschuhe sowie die Standpfosten seien gegenwärtig noch übrig. Vollständig abbauen oder wiederherstellen lautete daher die Frage, die der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beantworten sollte. „Für Schauernheimer und Besucher ist das ein schöner und sehr gut gelegener Platz“, warb SPD-Fraktionschef Uwe Schölles für den Wiederaufbau der Holzkonstruktion. Er habe dort selbst schon bei einer Fahrradtour eine angenehme Pause genossen. Es spreche nichts dagegen, sie für kleines Geld herzurichten. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Dissinger sah in der Beschattung den einzigen Vorteil einer Pergola. „Der freie Blick auf die Kirche wäre sicher auch schön“, gab er zu bedenken. Almut Schaab-Hehn (Grüne) war dafür, die Anlage wiederherzustellen. Zu den geschätzten Kosten von 8000 Euro sagte sie: „Da sollte sich die Gemeinde im Jubiläumsjahr nicht lumpen lassen.“ Marc Hauck (FDP) befürwortete ebenfalls den Wiederaufbau, und zwar erneut mit Holz. „Das hat ja 25 Jahre gehalten“, begründete er. Günter Chor schlug vor, die waagrechten Balken mit Blech abzudecken und so vor Feuchtigkeit zu schützen. „Dann hält die Pergola zehn bis 15 Jahre länger“, sagte er. Hauck fand, den Aufbau der Pergola könne die Gemeinde ohne Statiker bewältigen und so Kosten sparen. Dieser Einschätzung widersprach Sachbearbeiter Roland Argus. Denn die Säulen stünden nicht in einer Reihe, zudem sei beim Bau der Pergola die Wölbung des Platzes übernommen worden, was die ganze Angelegenheit schwierig mache. „Es wäre deshalb besser, einen Statiker hinzuzuziehen, um eine bessere technische Lösung zu finden“, argumentierte er. Johannes Kupper (CDU) fand hingegen, dass das aus baurechtlicher Sicht auch ein Zimmermann übernehmen könne. Ortsbürgermeister Fey rief den Ratsmitgliedern in Erinnerung, dass es zunächst nur darum gehe, ob sie die Pergola wiederherstellen lassen möchten oder nicht. „Details können wir gegebenenfalls später klären“, verdeutlichte er. Bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung fiel die Entscheidung schließlich zugunsten einer neuen Pergola aus. Die finanziellen Mittel dafür sollen im Haushalt 2018 eingestellt und bei der Kreisverwaltung eine Einzelkreditgenehmigung beantragt werden.

x