Rhein-Pfalz Kreis Irgendwas mit Rhein – oder?

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Waldsee. Wie soll die Verbandsgemeinde Waldsee heißen? Rheinauen, Rheinbogen, Rheintal oder doch Waldsee? Die Bürger der neuen Groß-Verbandsgemeinde dürfen ihren Favoriten zwar benennen. Doch das Ergebnis ist für die Mitglieder des Verbandsgemeinderats Waldsee nicht bindend. Die Vorschläge einer Agentur haben sie schon zurückgewiesen.

Die Namenssuche für die Verbandsgemeinde Waldsee hat eine längere Vorgeschichte. Die Landesregierung hatte bei der Fusion der vier Gemeinden Altrip, Otterstadt, Neuhofen und Waldsee zur Verbandsgemeinde Waldsee im Sommer 2014 beschlossen, dass die Verbandsgemeinde für ein Jahr den Namen „Verbandsgemeinde Waldsee“ führen soll. Danach werde der endgültige Name festgelegt. Die letzte Entscheidung darüber trifft das Land, der Verbandsgemeinderat kann einen Vorschlag machen. Da sich die Ratsmitglieder nicht auf einen Namen einigen konnten, haben sie vorgeschlagen, die Bürger zu befragen. Das war 2011/12 schon einmal der Fall: Damals wurden nur die Bürger aus Waldsee, Otterstadt und Altrip um Namensvorschläge gebeten. 195 Bürger haben insgesamt 281 verschiedene Namen vorgeschlagen, einige davon waren wohl eher spaßig gemeint. Nach Auswertung der Umfrage wollten die Ortsgemeinderäte Altrip und Otterstadt den Namen „Rheinauen“. Orts- und Verbandsgemeinderat Waldsee plädierten für „Waldsee“ oder „Waldsee-Altrip“. Zur Erinnerung: Neuhofen plante damals noch, mit Limburgerhof eine Einheitsgemeinde zu bilden. Als klar war, dass Neuhofen auch ein Teil der neuen Verbandsgemeinde wird, fand auch dort eine Bürgerbefragung statt. 83 Teilnehmer reichten 31 verschiedene Vorschläge ein. Einen Beschluss über einen Favoriten fasste der Ortsgemeinderat Neuhofen aber nicht. Im Ausschuss des neuen Groß-Verbandsgemeinderats Waldsee wurde dann im vergangenen Jahr beschlossen, eine Agentur einzuschalten. Kosten: 500 Euro. Allerdings: Keiner der Vorschläge überzeugte die Ratsmitglieder. Eine Auswahl der Ideen: Vieringen, Vierstadt, Rheinvieringen, Pfalzingen, Neupfalzingen, Rhein-Schöningen, Linksrheiningen, Rheinviereck, Rheindreieck, Grüneck, Groß-Schön, Schönleben, Glücksheim oder Lebenswerth. Das weitere Vorgehen sieht so aus: Der Verbandsgemeinderat hat vier Namen zur Auswahl vorgegeben: Rheinauen, Rheinbogen, Rheintal und Waldsee. Alle Einwohner der Verbandsgemeinde, die 16 Jahre und älter sind, dürfen teilnehmen. Von kommender Woche bis 24. April wird im Amtsblatt ein Aufruf zur Stimmabgabe erscheinen. Dort wird es auch einen Vordruck mit den Vorschlägen geben. Teilnehmer müssen ihren Namen und Adresse angeben und den Wahlzettel unterschreiben. Auch per E-Mail kann abgestimmt werden unter namensvorschlag@vg-waldsee.de. Auch hier muss der Absender Namen und Adresse nennen. Altrips Bürgermeister Jürgen Jacob (VG-FWG) schlug vor, den Wahlberechtigten eine Wahlbenachrichtigung zukommen zu lassen. Das koste einige Tausend Euro, sagte Büroleiter Detlef Schneider. Außerdem sei durch die Möglichkeit, per E-Mail abzustimmen, das Angebot niederschwellig genug. „Man kann alles treiben und übertreiben. Wenn ich der Richter wäre, dann wär’ es schon entschieden. Ich würde mich ans Gesetz halten“, sagte Bürgermeister Otto Reiland (CDU). Im Fusionsgesetz sei festgelegt, dass eine Verbandsgemeinde den Namen des Ortes führt, in dem die Verwaltung ihren Sitz hat – solange es nicht anders festgelegt wird.

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