Rhein-Pfalz Kreis Interview: „Vier Wochen Lärm nicht zumutbar“

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«Ludwigshafen.» Lärm aus der BASF hat Anwohner in Oppau und Edigheim wochenlang genervt. Der Oppauer Ortsvorsteher Udo Scheuermann (71, SPD) ist deshalb bei der Werksleitung vorstellig geworden. Er will eine weitere Belästigung verhindern und fordert bessere Informationen, berichtet er vom Ergebnis des Gesprächs.

Herr Scheuermann, es herrscht wieder Ruhe. Bleibt das so?

Ja. Seit Donnerstag sind die Arbeiten weitgehend vorbei, die für den Lärm verantwortlich waren. Wie war denn der „Lärm-Gipfel“? Die BASF hat auf dringende Arbeiten an den Anlagen verwiesen. Das bedeutet, dass die Anlagen gasfrei gemacht und Produktreste abgefackelt werden müssen. Belästigungen bei Anwohnern lassen sich nicht vermeiden. Ich habe mit dem Bereich Umwelt vereinbart, das Thema noch mal zu vertiefen. Es soll bessere Absprachen geben, wann solche Aktionen stattfinden. Und es soll bessere Hinweise für die Bevölkerung geben, damit die Anwohner wissen, was und warum es gemacht wird. Der Lärm dauerte über vier Wochen. Das war viel zu lange. Das kann man den Anwohnern nicht zumuten. Es ist klar, dass bei Störungsfällen Sicherheit vorgeht. Aber es geht um normale Wartungsarbeiten. Auf unsere Nachfrage wurden Reparaturarbeiten genannt seitens der BASF. Mir wurde gesagt, es waren Revisionsarbeiten, die anstanden. Und das müssen Anwohner hinnehmen? Das würde ich nicht so sagen. Die BASF bemüht sich, die Belastungen so gering wie möglich zu halten. Aber so extrem war es noch nie. Das ist für mich Anlass, weiter das Gespräch zu suchen. Ziel muss es sein, solche Dinge in Zukunft zu vermeiden. Sie sind auf offene Ohren gestoßen? Ja. Die BASF nimmt die Beschwerden ernst. Das Unternehmen will ja nicht absichtlich die Anwohner mit Lärm belästigen. Die sind schon bemüht, das in Grenzen zu halten. Aber ich will da gleich von Anfang an klarmachen, dass sich die BASF in Zukunft anders aufstellen muss. Das ist auch den Verantwortlichen in der BASF klar.

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