Mutterstadt
Innenminister übergibt Scheck für Ortskernsanierung
Selbstverständlich hatte Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) keinen großen dicken Koffer mit Bargeld im Mutterstadter Rathaus dabei, sondern den Bewilligungsbescheid für den beantragten Zuschuss zu den Investitionen der Kommune in Höhe von rund 1,13 Millionen Euro im Jahr 2020. Sprich: ein schlankes Kuvert mit dem DIN-A4-großen Schreiben.
Mit dem Zuschuss über 850.000 Euro fördern Land und Bund – 377.000 Euro davon kommen aus Berlin – vorbereitende Arbeiten für den Kindercampus sowie private Sanierungsprojekte von Bürgern, die im Ortskern wohnen und ihrem Zuhause eine Frischenzellenkur gönnen. Der Kindercampus besteht aus der Pestalozzi-Grundschule und dem bisherigen Bauhof. Die Schule soll bei dem Projekt zusätzliche Klassenräume im nördlichen Teil des Schulhofs bekommen, und auf dem alten Bauhof-Gelände soll eine neue siebengruppige Kita entstehen. Die Bauhof-Mitarbeiter werden ihre Arbeit dann von ihrem neuen Stützpunkt im Gewerbegebiet „An der Fohlenweide“ aus verrichten, in den die Gemeinde rund 5,8 Millionen Euro investiert hat.
Weitere 1,4 Millionen Euro bewilligt
Die Ortskernsanierung läuft im Zuge des Städtebau-Förderprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, in das Mutterstadt im Dezember 2011 aufgenommen wurde. Die Laufzeit beträgt zwölf bis 15 Jahre. Dabei wurde bereits die Dorfmitte rund um die ehemalige Ampelkreuzung erneuert und neu gestaltet, ebenso wie der Vorplatz der Neuen Pforte. Bisher hat die Gemeinde bereits 4,3 Millionen Euro an Fördermitteln erhalten – Lewentz’ Scheck vom Montag eingerechnet. Schon bewilligt sind darüber hinaus weitere 1,4 Millionen Euro.
Denn die Mutterstadter haben bis zum Jahr 2026, wenn das Förderprogramm ausläuft, noch einiges vor: Neben dem Kindercampus wollen sie die Neue Pforte sanieren und „zwei ortsbildprägende Wohn- und Geschäftshäuser“ in neuem Glanz erstrahlen lassen, teilt Gemeindesprecher Michael Hemberger mit.