Speyerer Umland
In zwei Gemeinden mehr Straftaten
Die veränderten Fallzahlen seien zwar auffällig, aber man könne nicht recht sagen, woran das liegt, sagt Polizeioberkommissarin Carmen Friedek von der Polizeiinspektion Speyer. Die Zahlen schwankten jährlich. Den stärksten Anstieg in 2019 (28 Fälle) gab es in Römerberg, den auffälligsten Rückgang in Dudenhofen (29 Fälle). „In manchen Jahren sind solche Ausreißer erklärbar – zum Beispiel dann, wenn es eine ganze Serie von Einbrüchen gibt.“ Dann schlagen der oder die Täter mehrmals hintereinander zu. „Doch in diesem Jahr gibt es so eine Erklärung nicht“, sagt Friedek.
In Harthausen, Hanhofen und Römerberg konnten im Vergleich zu 2018 mehr Straftaten aufgeklärt werden. Auch dafür gibt es laut Polizei keine handfeste Begründung. Auffälligkeiten würden stets herausgefiltert, an den entsprechenden Orten würde auch gezielt kontrolliert. „Kontrollen können helfen, die Aufklärungsquote zu steigern, aber es kommt auch auf die Art der Delikte an“, sagt Friedek. Die zahlenmäßige Entwicklung der aufgeklärten Fälle sei auch davon abhängig, ob etwas im Vorhinein gezielt bekämpft werden kann. „Und gegen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz können wir leichter präventiv vorgehen als gegen Einbrüche. Einbrüche sind spurenarm; den Einbrechern geht es ja schließlich darum, nicht entdeckt zu werden.“ In Sachen Rauschgift möchte die Speyerer Polizei künftig ihre Kontrollen noch hochfahren. „Wenn solche Kontrollen intensiviert werden, und es wird etwas gefunden, dann hat man auch direkt einen aufgeklärten Fall“, veranschaulicht die Polizistin.