Rhein-Pfalz Kreis „In erster Linie FWG-Kandidat“
«Fussgönheim.» Nach der SPD in Fußgönheim hat auch die FWG die Katze aus dem Sack gelassen – und ihren Kandidaten gekürt, der sich im kommenden Jahr um die Nachfolge von Ortsbürgermeisterin Marie-Luise Klein (SPD) bewirbt. Es ist Jochen Schubert, der in der Vergangenheit FWG-Fraktionschef war.
Die Neugier war mit einem Eintrag bei Facebook geweckt. „Die FWG Fußgönheim stellt 2019 einen Bürgermeisterkandidat!“, hat die Wählergruppe im sozialen Netzwerk geschrieben. Wenig später die Auflösung: Jochen Schubert macht es. Die Mitglieder haben ihn einstimmig in einer Versammlung nominiert. Schubert, Jahrgang 1967, ist Gründungsmitglied der Fußgönheimer FWG, war von 2014 bis 2017 Mitglied im Ortsgemeinderat und Fraktionssprecher der Wählergruppe. Dann legte er sein Mandat nieder, „beruflich und privat mussten Dinge geklärt werden“, sagt er. Er habe sich nicht mehr ordentlich auf die Sitzungen vorbereiten können. Es sei besser, etwas nicht zu tun, als etwas wissentlich nicht richtig zu tun. „Das ist abgeschlossen und erledigt“, sagt Schubert und ist überzeugt: „Die Zeit für das Amt des Bürgermeisters ist da.“ Zwar arbeitet die FWG in Fußgönheim mit der CDU zusammen, dennoch sagt Schubert: „Ich bin in erster Linie FWG-Kandidat.“ Ob die CDU ihn unterstützen werde oder selbst einen Kandidaten ins Rennen schickt, wisse er nicht. Für ihn sei konstruktive Sacharbeit wichtiger als parteipolitisches Denken, sagt der Meister im Radio- und Fernsehtechnikerhandwerk. Informieren, abwägen, diskutieren seien ihm wichtig, um dann gemeinsam zu einer Entscheidung zu gelangen. Schubert könne Mitarbeiter führen und habe die Fähigkeiten, positive Aspekte aus gegensätzlichen Standpunkten herauszuarbeiten.