Rhein-Pfalz Kreis Immer gerne unter Menschen

FUSSGÖNHEIM. Voll besetzt gewesen ist die Fußgönheimer Schlosskirche am Sonntag aus einem besonderen Anlass: Rund 500 Besucher feierten mit Pfarrer Raimund Röther dessen Priesterjubiläum. Vor 25 Jahren wurde der 53-Jährige zum Priester geweiht.
Etwa 500 Besucher füllten die Fußgönheimer Schlosskirche. Gekommen waren auch zwölf Pfarrer, Kaplane und Diakone, zumeist Weggefährten des 53-Jährigen, die mit Röther in Konzelebration das festliche Dankamt feierten. Die Festpredigt unter dem Motto „Gott braucht Menschen“ hielt Bernhard Bohne aus Herxheim, bei dem Röther vor 25 Jahren seine Kaplanzeit absolvierte. „Ein Priester muss ein Mann Gottes sein und auch ein Bruder der Menschen“, so definiert Pfarrer Raimund Röther sein Verständnis vom Priesterberuf, der für ihn zugleich Berufung ist. Dass der 1962 in Neustadt-Geinsheim geborene Röther Geistlicher werden sollte, geht auf sein Engagement als Messdiener und im Jugendclub zurück. Eine Zeit, die ihn nach eigenen Angaben sehr geprägt hat. An der katholischen Universität Eichstätt studierte Röther Theologie und Philosophie und verbrachte sein Freijahr in München. Die pastoralpriesterliche Ausbildung absolvierte er in Speyer und seine Diakonenzeit in Saarbrücken-Ensheim. Am 16. Juni 1990 folgte die Priesterweihe im Speyerer Dom durch den damaligen Bischof Anton Schlembach. Drei Jahre war Röther Kaplan in Herxheim, dann zwei Jahre Pfarrer in St. Jakobus Schifferstadt. Bevor er 2014 die Pfarreiengemeinschaft Maxdorf, Birkenheide, Fußgönheim und Lambsheim übernahm, war er 19 Jahre Pfarrer von St. Leo Rödersheim und St. Peter Hochdorf, seit 2000 auch von St. Michael und St. Cäcilia Dannstadt-Schauernheim sowie seit 2011 St. Medardus Mutterstadt. „Ich bin gerne unter Menschen, zum Einsiedler würde ich nicht taugen“, sagt der engagierte Pfarrer von sich. Eine Auszeit gönnt er sich mit seinem Hobby Reisen, das er mit seinem geschichtlichen Interesse verbindet und das ihn nicht nur in die Ferne führt, sondern auch zu Ausflügen in die Umgebung. Nach dem Gottesdienst wurde im Schlossgarten mit 50 Kilo Fleischkäse, spendiert vom Jubilar, ausgiebig gefeiert. (acl/fll)