Mutterstadt
Im Mutterstadter Rathaus darf’s kühler werden
UV-Schutzfolie auf dem gläsernen Teil das Rathausdachs über dem Foyer, Ventilatoren in den Büros: Die Kommune hat anderweitige Möglichkeiten, die Arbeitsplätze im Mutterstadter Verwaltungssitz im Sommer auf ein erträgliches Maß zu kühlen, bereits ausgeschöpft. Dieses Ziel hat sie jedoch nicht erreichen können, weshalb sie zuletzt den Einbau einer Klimaanlage vorgeschlagen hat. Denn als Arbeitgeber ist sie auch für das Wohlergehen ihrer Angestellten verantwortlich und damit für ordentliche Arbeitsbedingungen. Und die waren aufgrund der hohen Temperaturen im Sommer unerträglich.
Klimaanlage für Büros, Ratssaal und weitere Räume
Um dem Abhilfe zu schaffen, hat der Bauausschuss nun eine Firma mit der Aufgabe betraut, für rund 202.000 Euro die lange herbeigesehnte Klimaanlage im Rathaus zu installieren. Das Unternehmen ist der Gemeinde als zuverlässig und leistungsfähig bekannt und war der günstigste von drei Bietern. Der teuerste Mitbewerber hatte für die Arbeiten rund 238.000 Euro verlangt. Klimatisiert werden sollen die Büros, die Fraktionszimmer der im Gemeinderat vertretenen Parteien, der Ratssaal sowie der Besprechungs- und Pausenraum. Neben dem Einbau der Klimatisierungstechnik soll sich die Firma während der fünf Jahre währenden Garantie auch um deren Wartung kümmern. Die kostet jährlich rund 3900 Euro.
Keine Besucher in öffentlicher Sitzung
Daneben muss nach Angaben der Verwaltung die entsprechende Elektroinstallation für die Klimaanlage hergestellt werden. Die damit beauftragte soll zugleich die Netzwerktechnik im Rathaus erneuern. All das zusammen wird mit voraussichtlich etwas mehr als 108.000 Euro zu Buche schlagen.
Um die Klimatechnik einbauen zu können, müssen an vielen Stellen die Decken geöffnet werden. Nach diesen Trockenbauarbeiten müssen die betroffenen Putzflächen und Stoffwände gestrichen werden. Die Kosten liegen bei rund 49.000 Euro.
Zu der öffentlichen Sitzung in Zeiten der Corona-Pandemie sind keine Besucher gekommen. Die Ausschussmitglieder haben sich laut Bürgermeister Hans-Dieter Schneider (SPD) vorbildlich an die Hygienevorschriften gehalten und den nötigen Sicherheitsabstand gewahrt. „Es hat alles problemlos funktioniert“, sagt er.