Rhein-Pfalz Kreis Im ehrwürdigen Oldie der Hitze getrotzt

Im Zeichen des Goldenen Hutes: Los geht die Fahrt der ehrwürdigen Fahrzeuge.
Im Zeichen des Goldenen Hutes: Los geht die Fahrt der ehrwürdigen Fahrzeuge.

«Schifferstadt.» Auch von der großen Hitze haben sich die Teilnehmer der elften Schifferstadter Oldtimer-Rallye „Goldener Hut“ am Samstag nicht von ihrer Fahrt abschrecken lassen. Diesmal stand die Rallye im Zeichen der 1150-Jahr-Feier der Stadt. Die Veranstalter vom Motorsport- und Automobil-Club (MAC) begrüßten 130 gemeldete Teilnehmer und schickten sie auf die 125 Kilometer lange Strecke durch die schöne Vorderpfalz.

Ab acht Uhr wurden die eintreffenden Fahrzeuge von den Helfern des MAC begrüßt und mit Startnummern ausgerüstet. Die Bandbreite der startenden Automobile reichte vom ehrwürdigen Ford Modell A von 1930 bis zum noch recht neuzeitlich anmutenden Mercedes 190E von 1993. „Wir fahren dieses Jahr zum zweiten Mal in Schifferstadt mit“, erzählte Karin Eschelbacher, die den schönen Ford steuerte. „Die Strecke verspricht interessant zu werden und die Organisation beim MAC ist ausgezeichnet“. Eine Bordtasche mit der Roadmap und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet warteten schon auf die ankommenden Teams. Es war also noch Zeit für Fahrer und Beifahrer, sich mit der Streckenführung vertraut zu machen. Über Dannstadt, Fußgönheim, Großkarlbach und Grünstadt ging es zur Mittagspause nach Kallstadt. Die Fahrt am Nachmittag führte durch Ungstein, Deidesheim, Venningen und Geinsheim wieder zurück nach Schifferstadt. Für die Fahrer, die an der Pokalwertung teilnahmen, hatte der MAC fünf Prüfungen vorgesehen. Die Oldtimerfahrt bot in diesem Jahr eine Besonderheit: „Der eigentliche Start ist hier an der Waldfesthalle“, erklärte Hans Schwind, der Vorsitzende des MAC. „Damit auch wir als Verein unseren Beitrag zur 1150-Jahr-Feier leisten gibt es auf dem Schillerplatz die offizielle Vorstellung der Fahrzeuge und Fahrer durch unseren Streckensprecher.“ Gestartet wurde nach einer Ansprache des Vorstandes um zehn Uhr. Mit der Startnummer eins ging Axel Böhmert mit seinem französischen Simca 8 mit 43 PS auf die Reise. „Das 1951 gebaute Auto ist in Deutschland eine absolute Rarität“, verriet er vor dem Start. „Da die Konstruktion eigentlich von Fiat stammt, waren diese Wagen in Frankreich nach dem Krieg nicht mehr gut angesehen. Aber mich freut der kräftige Motor und die bequeme viertürige Karosserie.“ Danach folgte im Minutentakt ein schöner Wagen nach dem anderen. Alte und neuere Ford-Modelle, flache MG Roadster, schicke Mercedes Benz-Wagen, ein seltener Sunbeam Alpine folgte einem wie neu aussehenden Renault R 4. Auspuffqualm und der Geruch schleifender Kupplungen standen über dem ersten Prüfungsfeld beim Start. Es musste mit der Radnabe des Reifens auf der Beifahrerseite bis 50 Zentimeter an den Messpfosten gefahren werden. „Da haben die Fahrer offener Autos leichte Vorteile“, scherzte Achim Isselhard, einer der ungefähr 50 Zuschauer, die sich bereits an der Waldfesthalle eingefunden hatten. Die Startzeremonie musste gegen 10.45 Uhr für eine Viertelstunde von einem Notarzteinsatz unterbrochen werden. Ein Zuschauer erlitt wegen der trotz der frühen Stunde schon hochsommerlichen Temperaturen einen Kreislaufkollaps und musste durch den Krankenwagen versorgt werden. Aber bis 12 Uhr waren alle Teams auf ihrem Weg durch die schöne Pfalz. Gesamtsieger in der Pokalwertung wurden am Ende der Oldtimerfahrt Klaus Ibach mit seinem Alfa Romeo Giulia, Tobias Heene mit Fiat 500F und Andreas Zunehmer auf Renault R5 Alpine Turbo.

130 Teilnehmer machten sich auf den Weg durch die Vorderpfalz.
130 Teilnehmer machten sich auf den Weg durch die Vorderpfalz.
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