Rhein-Pfalz Kreis Hilfe in praktischen Dingen

VG-Bürgermeister Stefan Veth, Beigeordnete Gabriele Böhle und Sarah Liebchen von der Verbandsgemeindeverwaltung bei der Informat
VG-Bürgermeister Stefan Veth, Beigeordnete Gabriele Böhle und Sarah Liebchen von der Verbandsgemeindeverwaltung bei der Informationsveranstaltung des Netzwerks Integration.

«Dannstadt-Schauernheim.» Deutschkurse mit Kinderbetreuung und Patenschaften – die Arbeit des Netzwerks Integration der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim ist gut angelaufen. Bei einer Veranstaltung im Zentrum Alte Schule konnten sich Interessierte über die Arbeit im Bereich Asyl informieren und erfahren, wie auch sie unterstützen können.

„Wir sind stolz auf Sie. Sie haben viel geleistet und damit ganz wesentlich zu einem geregelten Miteinander beigetragen“, sagte Stefan Veth (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Dannstadt-Schauernheim. Die seit 2015 laufende Arbeit im Bereich Asyl fruchtet. Zahlreiche Ehrenamtliche engagieren sich in Projekten – das sei nicht selbstverständlich. Zur Informationsveranstaltung unter dem Motto „Vernetzt gemeinsam helfen“ waren nicht nur ebendiese gekommen, sondern auch Flüchtlinge und ihre Familien sowie Interessierte aus den Gemeinden. Die Ehrenamtlichen der verschiedenen Bereiche der Flüchtlingsbetreuung präsentierten an diesem Abend im Zentrum Alte Schule ihre Arbeit mit Vorträgen, Bildern und kurzen Videos und standen für Gespräche zur Verfügung. Sie wollten Transparenz schaffen, und Lust zum Mitmachen wecken. So blickte Gerlinde Braun auf gut anderthalb Jahre Deutschunterricht zurück. Ein Video gab einen Einblick in die verschiedenen Aufgabenfelder. Im Anschluss stellten sich zwölf Teilnehmer vor und erhielten für ihren Mut und ihre erlernten Fähigkeiten viel Applaus. Rudi Pajonk erläuterte die Aufgaben der Familienpaten. Wo benötigen die Familien Hilfe und wie können die Paten helfen? Dabei würden keine Experten benötigt, sondern einfach Menschen, die mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten den Flüchtlingen bei ganz praktischen Dingen und im Alltag zur Seite stehen. Er stellte aber auch die Frage „Was bringt es?“ und beantwortete sie mit: „Vielleicht einen leckeren Kuchen, nette, freundliche Menschen kennenlernen oder vielleicht einfach nur ein Lächeln“. Damit formulierte Pajonk zugleich, das was eigentlich alle ehrenamtlichen Helfer antreibt. „Man bekommt so viel zurück.“ Dies konnte auch Gerhard Friedemann bestätigen, der aus dem Kinderbetreuungs-Team berichtete. Dieses entstand, als sich herausstellte, dass einige Flüchtlinge nicht den Deutschunterricht besuchen können, da ihre Kinder in der Zeit nicht betreut würden. Findet der Deutschunterricht im protestantischen Gemeindehaus statt, so werden die Kinder im katholischen Pfarrzentrum betreut. Friedemann schilderte anschaulich wie zurückhaltende, verschüchterte oder sogar aggressive Kindern wieder aufblühten. „Es macht uns glücklich, zu sehen, wie die Kinder sich entwickeln“, sagte er und warb unterstützt von einem Video von der Kinderbetreuung um weitere Unterstützung für das Kinderbetreuungs-Team. Sein kurzer Vortrag wurde umrahmt von einem Begrüßungs- und einem Abschiedslied, bei dem die Kinder begeistert mitwirkten. „Jeder kann etwas einbringen und ja es ist Arbeit, aber wie die anschaulichen Präsentationen gezeigt haben: Die Arbeit macht auch Freude“, sagte Beigeordnete Gabriele Böhle. Gesucht würden immer wieder Unterstützer für alle Bereiche vom Deutschunterricht bis zu den Familienpaten. Für weitere Informationen hatten die einzelnen Arbeitsbereiche Stellwände mit Bildern aus ihrer Arbeit vorbereitet, an denen noch einige persönliche Kontakte und Informationen ausgetauscht wurden. Kontakt Gabriele Böhle, Telefon 06231/5282; Deutschunterricht: Gerlinde Braun, Telefon 06231/660; Paten: Rudi Pajonk, Telefon 06231/5118, E-Mai: rudi.pajonk@gmx.de.

x