Rhein-Pfalz Kreis Hettenleidelheim ist der große Gewinner

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Hettenleidelheim ist der große Gewinner dieses Wahlsonntags: Die Ortsgemeinde entsendet gleich sieben Vertreter in den Verbandsgemeinderat Leiningerland. Überhaupt kommen aus den fünf Orten der bisherigen Verbandsgemeinde Hettenleidelheim überproportional viele Ratsmitglieder: 18 von 40. Aus der wesentlich größeren Verbandsgemeinde Grünstadt-Land, die fast doppelt so viele Wahlberechtigte (und auch Einwohner) hat, sind es 22. Sehr gut vertreten mit jeweils fünf Sitzen sind auch die Gemeinden Dirmstein, Obrigheim und Wattenheim, leer gehen Bissersheim, Großkarlbach, Kindenheim, Mertesheim und Quirnheim aus, allesamt aus Grünstadt-Land. Die Angst mancher Bürger aus der VG Hettenleidelheim, in der größeren VG Grünstadt-Land unterzugehen, war also nicht berechtigt – im Gegenteil, wozu wohl auch das Wahlsystem beiträgt, bei dem es mittels Kumulieren und Panaschieren möglich ist, gezielt Kandidaten aus dem eigenen Ort auszuwählen. Das ist wohl in der VG Hettenleidelheim stärker genutzt worden als in Grünstadt-Land, wobei es dort durch die größere Anzahl an Gemeinden – 16 gegenüber fünf – auch schwerer sein dürfte, Gewichte zu setzen. Unter 40 Ratsmitgliedern sind nur sechs Frauen Nur sechs Frauen sind im neuen Verbandsgemeinderat: zwei von SPD und CDU, eine von der Freien Wählergruppe und eine von Bündnis 90/Die Grünen. Das entspricht lediglich 15 Prozent des Gremiums, in dem die meisten Ratsmitglieder keine Neulinge sein werden, sondern schon mindestens einmal entweder im VG-Rat Hettenleidelheim oder im VG-Rat Grünstadt-Land gesessen haben. „Frischlinge“ bei den Sozialdemokraten sind Andreas Werle, Daniel Krauß, Anja Klose und Valentin Hoffmann, bei der CDU ist Manfred Rankel neu, bei der FWG Bernd Findt und bei den Grünen steigt Bürgermeisterkandidatin Annette Maurer neu mit einem Ratsmandat ein. Bei denen, die im neuen Rat nicht mehr vertreten sein werden, fallen zwei Namen auf: Theo Halama aus Dirmstein, der seit 1999 im Rat und seit 2004 FWG-Fraktionsvorsitzender war, sowie Wolfgang Nitzsche aus Obrigheim (FWG), von 1974 bis 1999 sowie seit 2009 im VG-Rat und Beigeordneter der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land. Theo Halama rückte von Platz 15 auf zehn vor und ist ein möglicher Nachrücker. Wolfgang Nitzsche gelang von Platz 40 nur der Sprung auf Platz 31. Hettenleidelheimer CDU-Männer wurden hochgewählt Andere hat es dagegen nach vorn katapultiert. Spektakulär ist das bei Norbert Mittrücker: Der frühere CDU-Landtagsabgeordnete aus Hettenleidelheim stand auf Platz 40, sollte wohl bloß die Liste auffüllen, und wurde sensationelle 29 Plätze nach oben gewählt, auf Platz elf. Zwei weitere Hettenleidelheimer Christdemokraten wurden von den Wählern ebenfalls auffallend gepuscht: Manfred Rankel (von Platz 31 auf 13) und Johannes Peter Schwalb (von Rang 21 auf sieben). Bei der SPD gelang dem Wattenheimer Ortsbürgermeister Andreas Werle der größte Sprung: von Rang 13 auf Platz drei. Zehn Plätze, von 20 auf zehn, machte sein Obrigheimer Amtskollege Stefan Muth (SPD) gut. Einen kleinen Hüpfer gab es bei der FWG für Erich Weyer, Ortsbürgermeister von Gerolsheim: vom elften auf den achten Platz. Das jüngste Ratsmitglied ist 34, das älteste 76 Jahre alt Jüngste im Rat ist die 34-jährige Anja Klose aus Dirmstein, Senior ist Henner Kunz aus Kirchheim mit 76 Jahren. Ihr bestes Ergebnis erzielte die SPD mit 49,8 Prozent – traditionsgemäß – im Wahlbezirk Obrigheim 3, Colgenstein-Heidesheim. Am schlechtesten schnitt sie mit 13 Prozent in Altleiningen 1 ab. Spitzenreiter bei den Stimmen für die CDU ist Hettenleidelheim mit 57 Prozent. In Ebertsheim 1 gab es für sie nur 15,8 Prozent. Dort erzielte die FWG mit 42,8 Prozent ihr bestes Resultat, in Obersülzen dagegen bekam sie nur fünf Prozent. Die meisten Grünen-Wähler gab es mit 13,5 Prozent in Albsheim-Mühlheim (Obrigheim 2), dem Wohnort von Spitzenkandidatin Annette Maurer. Grüner Minusrekord war Gerolsheim mit 2,1 Prozent. Bei den Freien Demokraten führt Kirchheim, der Heimatort ihres Spitzenkandidaten Henner Kunz, mit 10,3 Prozent. Am wenigsten gab es in Obrigheim 2 mit 1,3 Prozent. Ihren Sitz im neuen Rat verdankt die WG Dennhardt, bei deren Liste bis auf einen nur Altleininger Kandidaten vertreten waren, ihrem hervorragenden Abschneiden in Altleiningen 1: 44,6 Prozent gegenüber mageren 0,1 Prozent in Battenberg, Großkarlbach und Dirmstein 1. Zahlen und Fakten Bei den Prozenten hat die CDU bei der Wahl zum Verbandsgemeinderat Leiningerland mit 34,0 gegenüber 33,8 Prozent einen knappen Vorsprung vor der SPD. Für die FWG votierten 19,8 Prozent der Wähler, für die Grünen 5,3, für die FDP 3,3 und für die Wählergruppe Dennhardt 3,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,7 Prozent.

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