Rhein-Pfalz Kreis Große Grumbeere und ein Kartoffelkäfer in der Büchse

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Absolut fleißig sind gestern die Zweitklässler der Kurpfalzschule in Dannstadt-Schauernheim gewesen. Genauer gesagt, die Kinder der 2c. Sie haben auf dem Feld geschuftet und Kartoffeln ausgegraben. Warum? Weil sie bei „Kids an der Knolle“ mitmachen. Woher ich das weiß? Na, ich habe mit der Lehrerin der Schüler gesprochen. Sie heißt Ruth van den Bruck.

Damit Kinder lernen, dass Chips nicht in der Tüte wachsen und Bratkartoffeln nicht einfach so aus Mamas Pfanne kommen, hat sich die Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere das Projekt „Kids an der Knolle“ ausgedacht. Dabei sollen Schüler lernen, wo und wie Kartoffeln wachsen. Die Erzeugergemeinschaft ist ein Zusammenschluss von 308 Kartoffelbauern aus der ganzen Pfalz. Sie haben sich zusammengetan, damit sie sich gegenseitig helfen und ihre Grumbeere besser verkaufen können. Dass Grumbeere der Pfälzer Ausdruck für Kartoffeln ist, wisst ihr doch sicher ...? Das wissen auch die Kinder der 2c. Und sie wissen jetzt auch, wie Kartoffeln angebaut werden. Sie haben gelernt, wann die Pflanzkartoffeln in die Erde müssen, damit neue Knollen wachsen. Wie die Pflanzen gepflegt und wie Grumbeere geerntet werden. Der Kartoffelacker der Zweitklässler liegt am Ortsrand von Schauernheim. Dorthin sind sie gestern mit zwei Bollerwagen gezogen, um nach den leckeren Knollen zu graben. „Eineinhalb Bollerwagen haben wir gefüllt“, erzählt Ruth van den Bruck. „Und einen Kartoffelkäfer haben wir auch gefunden. Ihn haben wir in eine Brotdose gepackt.“ Über Kartoffelkäfer sind Kartoffelbauern nicht so glücklich. Sie fressen die Blätter der Kartoffelpflanze. Auch den Zweitklässlern hat der gelb-schwarz gestreifte Sechsbeiner zu schaffen gemacht. Vor den Sommerferien hatten so viele Käfer die Pflanzen befallen, dass die Schüler losziehen und die Krabbler einfangen mussten. Die Kinder der 2c konnten ihre Kartoffeln retten. Teilweise riesige Knollen haben sie gestern geerntet. Die Sorte heißt Vario und gibt es noch nicht so lange. Ob sie schmeckt, werden die jungen Kartoffelexperten bald testen. Zusammen mit ihrer Lehrerin wollen sie Pellkartoffeln und Kartoffelsuppe kochen, Kartoffelwaffeln und Reibekuchen backen. Ruth van den Bruck hat mir verraten, dass alle viel Vergnügen an dem Projekt haben. Vor allem die Ausflüge zum Feld seien immer ein großer Spaß: buddeln, Insekten bestimmen und beobachten, was auf den Feldern außenherum passiert. Etwas Aufregung hat es gestern allerdings gegeben: Einer der Bollerwagen hat auf dem Rückweg ein Rad verloren. Doch die Schüler konnten ihn mit Hilfe eines netten Radfahrers reparieren und die Ernte zur Schule bringen. Die Kartoffeln liegen sicher im Keller. (btw)

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