Rhein-Pfalz Kreis Grünes Licht für Standort am Friedhof

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Dannstadt-Schauernheim. Neben dem neuen Friedhof im Ortsteil Dannstadt soll ein großer Lebensmittel-Vollsortimenter angesiedelt werden (wir berichteten mehrfach). Für diese Fläche, auch Standort E genannt, hat nach dem Hochdorf-Assenheimer nun auch der Dannstadt-Schauernheimer Ortsgemeinderat gestimmt. Der Edeka-Konzern hat bereits Interesse bekundet.

Zur Erinnerung: Ursprünglich wollte Edeka die Filiale in der Ludwigshafener Straße erweitern. Im Ortsteil Schauernheim hatte parallel Wasgau ähnliches mit der Filiale in der Neustadter Straße vor. Dafür musste die Verbandsgemeinde ein Einzelhandelskonzept erstellen. Darüber wird seither diskutiert. Genauer: Über einen geeigneten Standort für einen neuen Supermarkt. Denn die vier in einem Gutachten als denkbar ausgewiesenen Standorte A bis D erwiesen sich aus verschiedenen Gründen als ungeeignet oder nicht genehmigungsfähig. Wäre nur die Möglichkeit geblieben, dass sich die vorhandenen Märkte moderat erweitern dürfen. Edeka genügte diese Option nicht. Der Konzern pocht auf eine Verkaufsfläche von 1600 Quadratmetern, in der Ludwigshafener Straße würden aber höchstens 1200 zur Verfügung stehen. Auch die Verantwortlichen in der Verbandsgemeinde wollten sich damit nicht zufriedengeben. So kam Standort E ins Gespräch. Das rund 8000 Quadratmeter große Gelände gehört zur Hochdorf-Assenheimer Gemarkung, grenzt allerdings direkt an Dannstadt-Schauernheimer Siedlungsgebiet. Das ist wichtig, weil ein Markt dieser Größenordnung eigentlich im Grundzentrum einer Verbandsgemeinde liegen sollte. Für diesen Kompromiss haben sich bereits der Bauausschuss und der Ortsgemeinderat Hochdorf-Assenheim ausgesprochen. Die Kollegen in Dannstadt-Schauernheim sind diesem Beschluss nun gefolgt. Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU) bekräftigte noch einmal, dass sein Favorit nach wie vor Standort B neben der Firma Maurer-Parat ist. Da dieser wegen des Hochwasserschutzes ausscheide, sei Standort E eine annehmbare Alternative. „Es erscheint mir wichtig, dabei auf eine Pietätszone zum Friedhof zu achten“, sagte er. CDU-Fraktionschef Klaus Dissinger bezeichnete die Fläche als zweitbeste Lösung nach dem Wunschstandort B, wo die Einkaufs- und Verkehrsströme besser gebündelt worden wären. Auch er forderte, beim Bau Rücksicht auf die Nähe zum Friedhof zu nehmen. Und: Die Vorgaben für einen Nachfolger in der jetzigen Edeka-Filiale müssten geändert werden. Heißt: In der Ludwigshafener Straße sollte sich nach dem Edeka-Umzug nicht nur ein Lebensmittelvollsortimenter – der ja wegen des Konkurrenzangebots kaum eine Chance hätten –, sondern auch beispielsweise ein Drogeriemarkt niederlassen dürfen. Eine Gefährdung des Tegut-Markts (früher Wasgau) in Schauernheim sieht er nicht. „Das hängt vom Angebot ab. Mit dem Neubaugebiet sind die Voraussetzungen so gut wie noch nie“, erklärte Dissinger. Ein zentraler Markt für die gesamte Verbandsgemeinde komme in diesem Ortsteil zudem allein wegen der Verkehrsbelastung nicht infrage. Marc Hauck (FDP) schlug vor, die Änderung für den Standort Ludwigshafener Straße gleich ins Einzelhandelskonzept aufzunehmen. Bei der laufenden Überarbeitung des entsprechenden Gutachtens sollten außerdem die aktuellen Zahlen berücksichtigt werden. So sei zum Beispiel die Verkaufsfläche des Schauernheimer Markts inzwischen gestiegen. Ortsbürgermeister Fey und Uwe Schölles (SPD) hielten nach dem Umzug von Edeka die Ansiedlung eines Drogeriemarkts in der Ludwigshafener Straße für sinnvoll. Einzig die Grünen im Ortsgemeinderat konnten sich mit Standort E überhaupt nicht anfreunden. Die Fraktionsvorsitzende Almut Schaab-Hehn bemängelte den Flächenverbrauch und die ungünstige Situation für Fußgänger. Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung stimmte der Rat schließlich dafür, die Ansiedlung eines Vollsortimenters am Standort E weiterzuverfolgen.

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