Rhein-Pfalz Kreis Gespräche bei Blubberwasser

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Neuhofen. Kaffee ist bei schwülwarmen Wetter nicht so gefragt, aber auch bei einem Becher Blubberwasser lässt es sich bestens reden: Trotz der Hitze haben sich gestern nämlich ein paar Neuhofener auf den Weg gemacht, um die „Redaktion vor Ort“ zu besuchen. Um über ihre Tageszeitung zu reden und über Themen, die sie bewegen.

Halt, ganz stimmt das ja nicht mit dem Kaffee. Zwei Menschen hat gestern doch danach gedürstet: Ein Ehepaar, das auf dem Markt Brot und Brötchen eines Bäckers aus Ingelheim bei Landau verkauft. Sie sind schon seit dem frühen Morgen wach und freuen sich, als der RHEINPFALZ-Stand steht und die Kannen auf den Tisch kommen. „Wir sind treue Leser, aber halt von der Landauer Ausgabe.“ Aber auch Leser der Ludwigshafener Rundschau und des Marktplatz regional kommen vorbei. Manche zufällig. Sie bleiben neugierig auf einen Plausch stehen. Andere ganz gezielt. Wie Walter Hauck, der Auf der Hasenplatte wohnt und nicht alles gut findet, was im Dorf verändert werden soll. Er spricht von der Idee, die innerörtlichen Sportstätten – also Tennenplatz, Rasenplatz sowie Sporthalle – am Ortsrand zwischen Badeweiher und Reitverein neu zu errichten. Im Gegenzug könnten in der Ortsmitte Wohngebäude, ein Einkaufszentrum mit Parkplätzen sowie neue Grünflächen entstehen. Diese Pläne haben Architekten vorgestellt (wir berichteten), und sie gefallen Hauck nicht: „Geschäfte, ein Einkaufszentrum erhöhen das Verkehrsaufkommen – der Lärm beginnt dann schon morgens mit dem Lieferverkehr.“ Er findet das Vorhaben kontraproduktiv zu den Plänen, Jahn- und Rottstraße durch eine Umgehung zu entlasten. „Außerdem soll die Dorfumgestaltung über acht Millionen Euro kosten, damit kann man andere Dinge im Ort machen – zum Beispiel die Friedhofshalle renovieren, das wird seit Jahren verschoben.“ Löcher in den Straßen, parkende Autos auf dem Bürgersteig, hohes Gras am Badeweiher Steinerne Brücke sind Themen, die andere Besucher der „Redaktion vor Ort“ beschäftigen. So auch Karl-Heinz Balfanz. „Der Rehbach-Wanderweg ist noch immer in einem schlechten Zustand“, sagt er. „Die Löcher werden immer größer.“ Mit dem Fahrrad sei der Weg langsam, aber sicher nicht mehr nutzbar. Die Gemeinde müsse dringend etwas tun, denn so könne es nicht weitergehen. Was die RHEINPFALZ selbst betrifft, zeigen sich die Gäste am Stand zufrieden. „Ich kriege meine ganzen Informationen aus der Zeitung“, sagt Angelika Karl. „Wenn ich sie ganz lese, habe ich ordentlich was zu tun.“ Sie interessiert an diesem Morgen auch, wie Themen für die Zeitung generiert und wie Schwerpunkte gesetzt werden. „Warum ist nicht mehr über Randsportarten drin?“, fragt sie. Für ihre Gemeinde-Bücherei geworben haben Ernst und Elfriede Bein am Stand. „Wir sind in diesem Jahr auch wieder beim Lesesommer dabei“, erzählen sie. Mit der RHEINPFALZ ist das Ehepaar zufrieden; so geht es auch Michael Schultrich. „Ich kriege morgens um halb sechs immer pünktlich meine Zeitung“, lobt er seine Austrägerin Anni Marie Findeisen. „So lese ich morgens als Erstes, was es Neues in der Welt gibt.“ Zum Beispiel das Ergebnis der Wahl des Bürgermeisters der neuen Verbandsgemeinde. „Ich bin zufrieden mit der Wahl“, sagt Schultrich. „Und ich war natürlich auch bei der Stichwahl wählen.“

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