Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Gesegnetes Grün: Neugestalteter Fußgönheimer Schlossgarten eingeweiht

Jetzt hat er den Segen: Der neugestaltete Schlossgarten ist eingeweiht. Pfarrer Raimund Röther hat ihn gesegnet. Mit dabei: Rita
Jetzt hat er den Segen: Der neugestaltete Schlossgarten ist eingeweiht. Pfarrer Raimund Röther hat ihn gesegnet. Mit dabei: Rita Schneider vom Cäcilienverein, Messdiener Jonas Hammer und Landrat Clemens Körner.

So grün war sie nie zuvor, die Kulisse für das Sommerfest im Fußgönheimer Schlossgarten am Wochenende. Nach der Neugestaltung folgte nun die Einweihung, ein Höhepunkt bei den dreitägigen Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr des Cäcilienvereins.

Er bietet einen herrlichen Anblick, Raum für Erholung, ist ein Ort, an dem sowohl Gemeinschaft als auch Ruhe erfahren werden kann. Pfarrer Raimund Röther, der am Sonntagmittag die Einsegnung des Schlossgartens nach dessen vollständiger Renovierung vornimmt, gerät bei der Aufzählung ins Schwärmen. „Etwas Wunderbares wurde geschaffen, ein Grund zur Freude an der Schöpfung Gottes.“ Am Morgen hatte er einen Gottesdienst auf Pfälzisch gehalten. Nachdem am Freitagabend mit der Band „Four Seasons“ ordentlich gerockt wurde, das vom Rhein-Pfalz-Kreis organisierte Barockkonzert mit dem Schwanthaler Trompetenconsort am Samstag dagegen eher klassisch daherkam, ist sonntags „Pfälzisch“ angesagt. Passend lobt Landrat Clemens Körner (CDU) in seiner Ansprache mit Pfälzer Idiom die durch Beregnungsmöglichkeiten nachhaltig angelegte neue Anlage und das frische Grün des Rasens. Verwirklichlicht werden konnte sie durch die Beharrlichkeit der Fußgönheimer. So seien sie eben.

Allen voran die Vorsitzende des seit 90 Jahren bestehenden Cäcilienvereins, Rita Schneider. Zum Jubiläum sollte der Garten fertig sein, so war der Wunsch. Und er ging in Erfüllung. „Er ist mein Herzensding, und ich habe dafür gekämpft wie eine Löwin“, erzählt sie. Schließlich gelang es ihr und ihren Mitstreitern, die notwendigen 110.000 Euro durch wiederholtes Anklopfen beim Bistum Speyer, beim Land sowie beim Rhein-Pfalz-Kreis, bei der Verbandsgemeinde Maxdorf, bei der Ortsgemeinde Fußgönheim sowie durch einen durch Spenden zusammengetragenen Eigenanteil der Kirchengemeinde zu stemmen. Sie teilt mit Röther den Stolz darüber, dass aus einem verwilderten Acker durch die Mithilfe vieler Menschen wieder ein grünes Prachtstück wurde.

Feierlich weiht Pfarrer Röther den Platz ein

Eines mit Gottes Segen. Bei der Zeremonie schreitet der Geistliche über den wie alle Gehflächen mit strahlend weißem Splitt ausgelegten Mittelgang bis zu dem mit einer neuen Puttenfigur gekrönten Brunnen. Dieser wurde 1994 von den Cäcilianern gestiftet. Von diesem Mittelpunkt aus trennen die kreuzförmig angelegten Wege den Rasenbereich in vier Teile. Gesäumt von Kübeln mit Oleander und Thuja sowie kleinen schwarzen Laternen. Weiter geht es Richtung Mauer mit der Durchsicht auf die dahinter liegenden Felder. Kurzes Innehalten, dann retour. Den Weihwassersprenger in der Hand und den zwölfjährigen Messdiener Jonas Hammer an seiner Seite. Feierliche Minuten unter strahlend blauem Himmel. Genussvolle Augenblicke für die Seele – und den Leib. Denn die Messdienergruppe verwöhnt die zahlreichen Gäste mit selbstgebackenem Kuchen. Pfälzer Spezialitäten gibt es zudem aus der Küche des Cäcilienvereins.

Die vom Landrat geäußerte Vermutung, der Genehmigungsprozess könne deswegen so lange gedauert haben, weil die Frauen vom Cäcilienverein so gut kochen und es daher galt, ihn aufzuhalten, bleibt an diesem Tag im Raum – vielmehr im Garten – stehen. Bei einer Sache ist sich Clemens Körner jedoch sicher: „Das ganze Ensemble ist einen Tagesausflug wert.“

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