Rhein-Pfalz Kreis Gemeinden auf der Suche nach neuen Partnern

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Limburgerhof. Die Limburgerhofer Veranstaltungsagentur Salten Theater Promotion wird aller Voraussicht nach im Juni stillgelegt. Laut des vorläufigen Insolvenzverwalters gibt es keinen Interessenten, der die Geschäfte gern übernehmen würde. Damit sind die Tage des Unternehmens gezählt.

Über 40 Jahre lang hat Lilo Salten, Gründerin der Veranstaltungsagentur Salten Theater Promotion, das kulturelle Leben im Rhein-Pfalz-Kreis und andernorts in der Pfalz bereichert. Sie kannte viele, teils hochkarätige Künstler persönlich und es gelang ihr immer wieder, sie in Häuser wie das Mutterstadter Palatinum oder die Kleine Komödie in Limburgerhof zu locken. Dass die Geschäfte ihrer Agentur trotzdem nicht rentabel waren, stellte sich wenige Wochen nach Saltens Tod im Februar 2016 heraus. Ein Insolvenzverfahren wurde eingeleitet, das zum Sommer dieses Jahres wohl in die Abwicklung der Firma münden wird. „Es gab zwei, drei lose Anfragen von Interessenten“, erklärt der Heidelberger Insolvenzverwalter Mario Nöll. Er hatte deshalb anfangs noch gehofft, jemanden zu finden, der die Saltengastspiele übernehmen und das Geschäft weiterführen würde. Schließlich habe die Veranstaltungsagentur einen Namen in der Branche. In den vergangenen Wochen hat sich die Hoffnung laut Nöll jedoch zerschlagen. Die Voraussetzungen für eine geordnete Übernahme der Salten Theater Promotion seien nicht gegeben, weil Lilo Salten viel mit mündlichen Absprachen und Handschlägen gearbeitet habe. Die schriftlichen Unterlagen seien leider nicht so umfassend, dass das Geschäft problemlos von einem Rechtsnachfolger fortgeführt werden könne. Wie Nöll weiter mitteilt, wird nach wie vor daran gearbeitet, die laufende Saison sauber über die Bühne zu kriegen. Die meisten von den Saltengastspielen geplanten Veranstaltungen würden wie vorgesehen stattfinden – was unter anderem durch Zugeständnisse der gebuchten Künstler möglich sei. Nach aktuellem Stand der Dinge gelte das auch für die verbliebenen Vorführungen im Rhein-Pfalz-Kreis. So sollen der Kabarettist Mathias Richling und der Liedermacher Marcel Adam programmgemäß in der Kleinen Komödie in Limburgerhof auftreten. Für die kommende Saison werde aber nicht mehr geplant. „Das Unternehmen wird voraussichtlich im Juni, also nach Beendigung des aktuellen Programms, stillgelegt“, sagt Nöll. Für die verbliebenen rund 100 Abonnenten der Salten Theater Promotion habe das keine schlimmen Folgen: „Die Abos werden am Ende der Saison einfach auslaufen.“ Die „drei bis vier“ Mitarbeiter der Veranstaltungsagentur würden dann freigestellt, was jedoch ebenfalls nicht problematisch sei, da sie den Job aus Liebhaberei machten und bereits im Ruhestand seien. Nicht ganz so entspannt dürften Gemeinden wie Limburgerhof und Mutterstadt die Entwicklung verfolgen. Sie haben jahrzehntelang mit den Saltengastspielen zusammengearbeitet und sich bei ihren kulturellen Programmen teils ganz auf Lilo Salten verlassen. Um das Mutterstadter Palatinum und die Kleine Komödie in Limburgerhof künftig zu bespielen, müssen sie neue Wege beschreiten und neue Kontakte knüpfen. Aktuell befinden sie sich aber noch in einer Orientierungsphase. „Normalerweise stehen in dieser Zeit des Jahres schon große Teile des Programms für die kommende Saison“, sagt Rolf Dörner, der für den Kulturbereich in Limburgerhof verantwortlich zeichnet. Das sei diesmal aber nicht der Fall und mit einem geordneten Programm für die Saison 2016/17 daher auch nicht zu rechnen. Ganz ähnlich klingt die Rückmeldung aus Mutterstadt. Laut Elke Helm, Werkleiterin des Palatinums, würde sich die Gemeinde gern weiter auf Gastspiele stützen: „In der Kürze der Zeit wird es uns aber sicher nicht gelingen, einen Vertrag für die kommende Saison abzuschließen.“ Für 2016/17 ist in beiden Gemeinden folglich allenfalls mit einem kulturellen „Notprogramm“ zu rechnen. Wie es danach weitergeht, müssen nicht zuletzt die politischen Entscheidungsträger in Ausschüssen und Räten beraten und bestimmen. (yns)

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