Dannstadt-Schauernheim RHEINPFALZ Plus Artikel Gemeinde sichert sich gegen Starkregen ab

Damit die Verbandsgemeinde vor Starkregen geschützt ist, wurde versucht, einen finanziell vertretbaren Kompromiss zu finden.
Damit die Verbandsgemeinde vor Starkregen geschützt ist, wurde versucht, einen finanziell vertretbaren Kompromiss zu finden.

Die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim ist nicht akut hochwassergefährdet, sagen Experten. Bei Starkregen hat ihre Kanalisation wenige Schwachpunkte. Die letzten sollen geschlossen werden.

Vollständiger Schutz, selbst vor extremsten und statistisch betrachtet äußerst seltenen Unwettern, wäre technisch zwar möglich, aber unbezahlbar. Darum versuchen Kommunen stets, einen gesunden und finanziell vertretbaren Kompromiss zu finden – so auch die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim. Aufgrund ihrer geografischen Lage hat sie den Vorteil, von Hochwasser nicht akut gefährdet zu sein. Das haben ihr Experten bescheinigt. Auch für Starkregen ist ihre Kanalisation grundsätzlich gut aufgestellt, zumal sie seit Jahren daran arbeitet, die wenigen Schwachstellen zu beheben. Zwei wichtige Vorhaben sind dabei der Bau eines Regenrückhaltebeckens in der Antzstraße, der laut Bürgermeister Stefan Veth (CDU) demnächst beginnen soll, sowie auf dem Gelände der Kurpfalzschule in der Haardtstraße, beides im Ortsteil Dannstadt.

Mit der Planung des Vorhabens in der Haardstraße hat die Kommune bereits vor zwei Jahren begonnen, wollte mit dem Bau aber warten, bis die Sanierung der Haardstraße von der Kurpfalzstraße bis zum westlichen Ortsrand abgeschlossen ist. In der Zwischenzeit wurden die nötigen Bodengutachten erstellt.

Die Bauarbeiten für das Regenrückhaltebecken wurden in drei Paketen ausgeschrieben: Bautechnik, Maschinentechnik sowie elektrische Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Mit dem Ergebnis sind die Verantwortlichen sehr zufrieden, da es die Kostenschätzung von 2021 nicht überschreitet. Die Arbeiten hat der Verbandsgemeinderat an den jeweils wirtschaftlich günstigsten Bieter vergeben: die Bautechnik für 944.000 Euro an die Peter Gross Infrastruktur GmbH aus Pirmasens, die Maschinentechnik für rund 55.000 Euro an die Brochier Anlagen- und Rohrtechnik GmbH aus Aschaffenburg und die EMSR-Technik für rund 99.000 Euro an die Zahnen Technik GmbH aus Arzfeld. Macht zusammen knapp 1,1 Millionen Euro für das Regenrückhaltebecken, das Werkleiter Andreas Helbig zufolge bis zu 150.000 Liter Wasser aufnehmen kann und zwischen der Haardtstraße und der Schulturnhalle entstehen wird.

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