Rhein-Pfalz Kreis „Gemeinde muss mehr bieten“

„Fußgönheim wird in sich weniger, das müssen wir ändern“, ist Klaus Weiler überzeugt. Der 63-jährige Christdemokrat fordert die Amtsinhaberin heraus. Der Groß- und Einzelhandelskaufmann ist seit 1980 im Orts-, seit 2000 im Verbandsgemeinderat aktiv. Fußgönheim wirke trist, es drohe eine Überalterung, befürchtet Weiler. „Deshalb muss die Gemeinde mehr bieten als bisher.“ Es sei zu prüfen, wo neues Bauland ausgewiesen werden könne. Vor allem junge Familien will der Christdemokrat ansprechen. Die innerörtliche Verdichtung habe schon begonnen, das werde auf lange Sicht an Grenzen stoßen. Weiler will an der Rhein-Haardt-Bahn nach geeigneten Bebauungsflächen suchen. Das vorhandene Gewerbegebiet sei gut entwickelt und werde inzwischen vollständig genutzt. Womöglich seien hier noch weitere Flächen nutzbar, die für Wohnbebauung nicht in Betracht kommen. Mit Verdichtung und Erweiterung der Bebauungsflächen müsse der Straßenverkehr besser geregelt werden. Dabei müsse die Gemeinde sowohl die Interessen der Landwirte berücksichtigen als auch die Bedürfnisse der Anwohner. Ein Konzept müsse im Konsens entstehen. Weiler hält das von der Bürgermeisterin favorisierte alternierende Parken innerorts für nicht sinnvoll. Stattdessen müsse Parkraum gestaltet werden. Weiler will zugleich den Ort begrünen, dabei die Bürger einbeziehen – etwa beim Begrünen der Fassaden. Die Infrastruktur müsse weiter verbessert werden. Der Ausbau des stellenweise überlasteten Kanalnetzes solle weitergehen. Um das Dorf attraktiver zu machen, wünscht sich Weiler auch ein Dorfzentrum für Jung und Alt. Geschäfte sollten im Ort bleiben. Und es müsse einen Arzt geben. Angebote für die Jugend gebe es durch die starken Vereine am Ort, die Gemeinde soll das Jugendhaus weiter betreiben. (ghx)