Böhl-Iggelheim RHEINPFALZ Plus Artikel Geflügelzüchter wollen in Vogelpark

Der Vogelpark hat geschlossen, der Verein ist aufgelöst. Ideen, was mit dem Areal passieren könnte, gibt es. Doch an der Umsetzu
Der Vogelpark hat geschlossen, der Verein ist aufgelöst. Ideen, was mit dem Areal passieren könnte, gibt es. Doch an der Umsetzung scheitert es.

Neuigkeiten in Sachen Vogelpark gibt es in Böhl-Iggelheim: Nun hat sich ein weiterer Interessent für das Gelände gemeldet. Der Geflügelzuchtverein Iggelheim möchte das Areal gerne nutzen. Im Bauausschuss hat man sich nun dafür entschlossen, dass der Verein auf die Liste der Interessenten gesetzt wird. Aber er muss ein Konzept vorlegen, in dem er erklärt, was er vorhat.

Der Vogelschutzverein Böhl-Iggelheim war nicht mehr in der Lage, den Vogelpark ordnungsgemäß zu betreiben und wurde im vergangenen April schließlich aufgelöst. Die Tiere sind schon seit 2017 nicht mehr auf dem Areal. Das Gelände, das der Verein genutzt hatte, ging an den Eigentümer zurück und das ist die Gemeinde. Der untere, in Richtung Wald gehende Bereich des Vogelparks, werde jetzt, wie das vorgesehen war, wieder Wald, informierte Bürgermeister Peter Christ (CDU) am Dienstag im Bauausschuss. Die entsprechenden Vorbereitungen dafür seien bereits getroffen. Beispielsweise seien Zäune entfernt worden. Der Forst werde sich jetzt um das Gelände kümmern.

Wie der andere Teil des ehemaligen Vogelparks genutzt werden soll, dafür hatten die Bürger Vorschläge machen können. Von 48 Ideen, die vorgelegt worden waren, hatten die Mitglieder des Bauausschusses im September vergangenen Jahres drei ausgewählt. Dabei wurde ausdrücklich betont, dass die anderen Vorschläge nicht ad acta gelegt sind, allerdings war man sich einig, dass einige der Ideen unrealistisch sind.

Aus Ideen wird wohl nichts

Doch auch die drei in die engere Wahl genommenen Vorschläge werden wohl nicht zu realisieren sein, meinte Bürgermeiste Christ. Wie bereits berichtet, hat der Interessent, der einen kleinen Vogelpark betreiben wollte, diesen Vorschlag aus gesundheitlichen Gründen schon wieder zurückgezogen. Die beiden Erzieherinnen, die einen Draußen-Kindergarten betreiben möchten, finden nach Angaben von Christ keinen Träger für die Einrichtung. Das Konzept eines Bürgers, auf dem Gelände einen Reiterhof zu betreiben, könne nicht genehmigt werden, sagte Christ. Das gehe aus tier- und landschaftsschutzrechtlichen Gründen nicht. Das Gelände sei zu klein. So laute das Ergebnis von Gesprächen mit der Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises und dem Verband Region Rhein-Neckar.

Im März habe sich nun der Geflügelzuchtverein Iggelheim 1936 als weiterer Interessent gemeldet, informierte Christ. Kurt Henkes, Vorsitzender des Vereins, betonte, dass der Verein sehr großes Interesse habe, das Gelände zu pachten und in den vorhandenen Volieren Hühner und anderes Geflügel zu züchten. Es werde weiterhin möglich sein, dass jeder die Anlage betreten kann.

Aufs Konzept kommt’s an

Es sei sehr erfreulich, dass ein örtlicher Verein das Areal übernehmen möchte, sagte Karl-Heinz Thomas (CDU). Er und weitere Mitglieder des Ausschusses sprachen sich dafür aus, den Geflügelzuchtverein auf die Liste der Interessenten zu nehmen und ihn zu bitten, ein Konzept vorzulegen. Kritisch äußerte sich Margret Worbs (Grüne). Sie verwies darauf, dass der Arbeitskreis Ökologie und Ortsentwicklung mit einigen der 48 ursprünglichen Interessenten Kontakt aufgenommen habe und mit einigen dieser Interessenten ein Nutzungskonzept entwickle. Das solle man erst einmal abwarten, sagte Worbs. Auf Nachfrage von Worbs, warum sich der Geflügelzuchtverein erst jetzt gemeldet habe, sagte Vorsitzender Henkes, man sei davon ausgegangen, dass das gesamte Areal des früheren Vogelparks übernommen werden müsse, das wäre dem Verein jedoch zu groß gewesen.

Der Weiher im Eingangsbereich wird Christ zufolge nicht erhalten werden können, da er nämlich nur vom Oberflächenwasser gespeist werde. Regnet es wenig, werde das Restwasser faulig. In der Vergangenheit sei der Weiher deshalb häufig mit Frischwasser aufgefüllt worden, das sei aber nicht sinnvoll. Die Fische, die in dem Weiher waren, habe man inzwischen herausgeholt, da sie ansonsten verendet wären.

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